Coronavirus in Luxemburg

25. Mai 2020 17:22; Akt: 25.05.2020 17:53 Print

Restaurants dürfen am Freitag komplett öffnen

LUXEMBURG – Nach einer neuen Sitzung des Regierungsrates verkündete Bettel am Montag weitere Lockerungen. Die Entwicklung im Land sei weiterhin positiv.

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«Die Neuigkeiten, die wir in den vergangenen Stunden und Tagen erreicht haben sind positiv». Das sagte Premierminister Xavier Bettel am Montag zu Beginn der Pressekonferenz im Hinblick auf die Ausbreitung des Coronavirus des Landes. In den vergangenen 24 Stunden wurde nur ein Erkrankungsfall im Großherzog nachgewiesen, derzeit werden nur noch vier Covid-19-Patienten in Luxemburg intensivmedizinisch behandelt. «Das Virus ist aber noch da. Die Einschränkungen müssen aufrechterhalten werden. Alles andere wäre unverantwortlich», betonte der Regierungschef aber im nächsten Atemzug. Die Art und Weise, wie das Land die zurückliegenden Wochen verbracht hat, habe jedoch Wirkung gezeigt.

Deshalb hat der Regierungsrat weitere Lockerungen beschlossen. Und die Gastronomen dürfen aufatmen: Ab Mittwoch dürfen Restaurants und Cafés wieder ihren Betrieb auf den Terrassen aufnahmen. Zwei Tage später, also am Freitag, dürfen die Gaststätten wieder komplett – also auch im Innern – öffnen. Die Wirte und Gäste müssen allerdings einige Regeln befolgen. So ist nur die Bewirtung an Tischen zulässig, die durch Plexiglasscheiben voneinander getrennt sind, sollte der Mindestabstand (1,5 Meter) zwischen den Tischen nicht eingehalten werden können. Nachtlokale, die kein Essen anbieten, müssen geschlossen bleiben, weil hier körperliche Nähe nicht zu vermeiden sei, wie Bettel erklärte.

« Zahlen, von denen wir nicht einmal geträumt haben »

Allerdings gelten im privaten Bereich die bestehenden Bestimmungen auch weiterhin: In Wohnungen und Häusern dürfen sich sechs Personen versammeln, unter freiem Himmel höchstens 20. Neu ist, dass diese Anzahl bei religiösen Zeremonien, Kinobesuchen, Sportereignissen und Kongressen überschritten werden darf – insofern der Sicherheitsabstand eingehalten oder eine Maske getragen wird. Ebenso dürfen Fitnessstudios und Schwimmbäder ab Freitag wieder öffnen. Ihre Wellnessbereiche müssen allerdings weiter warten.

Gesundheitsministerin Paulette Lenert erklärte, dass die bisherigen Lockerungen keine negativen Auswirkungen auf die Lage im Land gehabt hätten: «Wir sind froh, Zahlen zu haben, von denen wir vor einigen Wochen nicht einmal geträumt haben.» Die Maßnahmen hätten Früchte getragen. Aber auch Lenert sagte, dass das Virus noch immer da ist und dass es sich sehr schnell verbreiten könne, «wenn man sich nicht an die Vorschriften hält.»

« Krise hat eine Stange Geld gekostet »

Die Regierung habe sich zu diesen weitgreifenden Lockerungen entschlossen, weil es die momentane Lage zulasse. «Wir haben aufgrund eines optimistischen Szenarios entschieden und hoffen, dass das so bleibt», so die Gesundheitsministerin. Wichtig seien weiterhin die Tests: «So können wir Infektionsherde viel schneller lokalisieren und entsprechend reagieren.»

Die Corona-Krise habe bislang nicht nur etliche Todesopfer gefordert, sondern auch «eine Stange Geld gekostet», wie Lenert betonte. Eine zweite Welle zu verhindern, müsse das Ziel aller sein. Jeder einzelne müsse sich dessen bewusst sein und entsprechend handeln – insbesondere, um Personen aus der Risikogruppe zu schützen.

(L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sylvie am 26.05.2020 09:04 Report Diesen Beitrag melden

    "Krise hat eine Stange Geld gekostet »", oh jo!! An ennert deenen déi finanziell Hellef vom Staat kritt hun, waren och vill Profiteuren derbei. An fir déi mussen mir spéider alleguer matt bezuelen.

  • Blany am 26.05.2020 12:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alles Blödsinn die Grippewelle 2017 war schlimmer und es hat kein Hahn danach gekräht Es tut mir Leid dass ich das sagen muss weil ich gehöre auch zur Risikogruppe aber 500000 Menschen einzusperren die Kleine Geschäfte,Gastronomie fast in den Ruhin getrieben damit 2 oder 3000 ältere Menschen 6 Monate oder noch 1Jahr länger Leben.Ich will nicht wissen was hinter dem ganzen Stecken

  • Guter Anfang am 25.05.2020 22:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warum greift der Staat nicht auch bei Verkehrsunfällen so hart durch? Warum haben Coronafälle so eine Priorität? Das staatliche Handeln ist nicht konsistent.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Léonie am 26.05.2020 14:43 Report Diesen Beitrag melden

    Alles schéin a gutt mam Ofstand vun 1,50 Meter tëschend den Dëscher..... Awer tëschend de Leit selwer ass, deemno wéi d'Dëscher gestallt ginn, mat Sécherheet keen Ofstand méi vun 1,50 Meter, déi sëtzen dann quasi bal Réck widder Réck. A vun de virgeschriwwenen 2 Meter Ofstand brauche mer da jo scho guer net méi ze schwätzen?

  • Blany am 26.05.2020 12:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alles Blödsinn die Grippewelle 2017 war schlimmer und es hat kein Hahn danach gekräht Es tut mir Leid dass ich das sagen muss weil ich gehöre auch zur Risikogruppe aber 500000 Menschen einzusperren die Kleine Geschäfte,Gastronomie fast in den Ruhin getrieben damit 2 oder 3000 ältere Menschen 6 Monate oder noch 1Jahr länger Leben.Ich will nicht wissen was hinter dem ganzen Stecken

  • Sylvie am 26.05.2020 09:04 Report Diesen Beitrag melden

    "Krise hat eine Stange Geld gekostet »", oh jo!! An ennert deenen déi finanziell Hellef vom Staat kritt hun, waren och vill Profiteuren derbei. An fir déi mussen mir spéider alleguer matt bezuelen.

  • The Masked Knadderer am 26.05.2020 08:18 Report Diesen Beitrag melden

    Es ist viel zu früh mit all den Lockerungen. Die WHO hat voraus gesagt dass durch die Lockerungen es zu einee 2. Welle an Covid kommen könnte. Aber das scheint unserer Regierung egal zu sein. Wenn das Kind im Brunnen liegt dann eh scheisse dumm gelaufen war es doch zu fr!uh für Lockerungen was haben wir getan jetzt nochmal ein Lockdown.

    • Oh. Nu kuck. am 26.05.2020 09:14 Report Diesen Beitrag melden

      Hei hu mer et mat engem groussen Expert ze din. Da bleift dach einfach de ganze Summer doheem, an den nächste Wanter och. Bis äer Kollegen vun der WHO iech geimpft hun. Also ech bleiwen net de ganze Summer doheem sëtzen. Léiwer de Schnapp wéi agespaart.

    • Jo the King am 26.05.2020 11:43 Report Diesen Beitrag melden

      Wenn die WHO-Gläubigen weiterhin zu Hause bleiben, lässt sich die 2. Welle sehr gut abflachen so dass die Krankenhäuser nicht wieder überfordert werden.

    einklappen einklappen
  • Guter Anfang am 25.05.2020 22:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warum greift der Staat nicht auch bei Verkehrsunfällen so hart durch? Warum haben Coronafälle so eine Priorität? Das staatliche Handeln ist nicht konsistent.