In Luxemburg

29. September 2020 10:37; Akt: 29.09.2020 10:37 Print

Versicherer waren gut für Tornado gewappnet

LUXEMBURG – Naturkatastrophen haben die Ergebnisse des vergangenen Jahres von Versicherungsunternehmen beeinflusst.

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Unter anderem der Tornado in Petingen hat die Ergebnisse der Versicherer beeinflusst. (Bild: Editpress)

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«2019 war ein erfolgreiches Jahr», sagte Claude Wirion, Direktor der luxemburgischen Versicherungskommission (ACA), am Montag. Die gesamten Prämieneinnahmen der Unternehmen des Sektors erreichten mit 50,872 Milliarden Euro einen Redkordwert, im Vergleich zu 38,784 Milliarden im Jahr 2018. Die Prämieneinnahmen der Schadensversicherung verdreifachten sich auf 12,645 Milliarden Euro. Allerdings erlitten die Schadensversicherungen im vergangenen Jahr auch einen Rückschlag, aufgrund derer die Einkommen innerhalb eines Jahres auf 74 Millionen Euro halbiert wurden. «Die Schadensversicherung hat einen Rentabilitätsverlust erlitten, zumal der Sektor seit Jahren unter «Soft Market»-Bedingungen mit intensivem Wettbewerb und sehr niedrigen Preisen leidet. Dies hat zu Portfolio-Sanierungsplänen mit Preiserhöhungen und begrenzten Interventionsmöglichkeiten geführt. Die Gewinnsituation sollte sich also erholen», erklärte Valérie Scheepers, Mitglied der Geschäftsleitung.

Größere Schadensfälle auf internationaler Ebene, aber auch auf lokaler Ebene, wie der Tornado in Luxemburg, beeinflussten die Ergebnisse ebenfalls. «Die Auswirkungen auf die Unternehmen waren enorm, aber die gute Nachricht ist, dass die Versicherer bewiesen haben, dass sie in Bezug auf finanzielle Kapazität und interne Organisation bereit sind, mit dieser Art von Vorfällen umzugehen», fügte die Spezialistin hinzu.

Abschließend bemerkte die ACA, dass das Jahr 2019 den Abschluss der Internationalisierung des luxemburgischen Versicherungsmarktes geprägt haben wird. Rund 90 Prozent der auf externen Märkten verbuchten Prämien entfallen heute auf die Schadensversicherung, wie es bereits bei der Lebensversicherung und der Rückversicherung der Fall war.

(Mathieu Vacon/L'essentiel)

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