Wahl in Belarus

09. August 2020 21:06; Akt: 09.08.2020 21:10 Print

Staatsmedien sehen Lukaschenko deutlich vorne

Die Wahl in Weißrussland wird von heftigen Manipulationsvorwürfen überschattet, die Ergebnisse der Nachwahlbefragungen liegen je nach Quelle weit auseinander.

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In der weißrussischen Hauptstadt Minsk standen die Menschen vor den Wahllokalen in langen Schlangen. (Bild: Sergei Grits)

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Die von Manipulationsvorwürfen überschattete Präsidentenwahl in Belarus (Weißrussland) soll Staatschef Alexander Lukaschenko staatlichen Nachwahlbefragungen zufolge erwartungsgemäß haushoch gewonnen haben. Den sogenannten Exit Polls zufolge soll er 79 Prozent der Stimmen geholt haben, wie die Staatsagentur Belta am Sonntagabend meldete. Die Oppositionskandidatin Swetlana Tichanowskaja soll demnach nur 6,8 Prozent der Stimmen zugesprochen bekommen.

Befragt wurden den Angaben nach mehr 12.000 Wahlberechtigte nach dem Urnengang. 30 Prozent von ihnen hätten keine Antwort geben wollen, hieß es. Unabhängigen Nachwahlbefragungen im Ausland zufolge soll Tichanowskaja 71 Prozent geholt haben, Lukaschenko erhielt demnach 10 Prozent. In Moskau kam es am Abend zu spontanen Protesten Hunderter Lukaschenko-Gegner. Sie riefen «Hau ab!»

Lukaschenko strebt eine sechste Amtszeit an. Im Wahlkampf ging der 65-Jährige hart gegen Kritiker vor. Hunderte Menschen wurden festgenommen. Auch am Wahltag gab es viele Festnahmen in der Ex-Sowjetrepublik.

(L'essentiel/dpa)

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