Vor serbischem Parlament

08. Juli 2020 07:17; Akt: 08.07.2020 07:22 Print

Tränengas bei Corona-​​Protesten in Belgrad

In Serbien kam es zu schweren Ausschreitungen, nachdem Präsident Aleksandar Vucic angekündigt hatte, wieder striktere Corona-Einschränkungen einzuführen.

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Vor dem Parlamentsgebäude in Belgrad haben Tausende Menschen am Dienstagabend gegen neue Beschränkungen in der Corona-Pandemie protestiert. In der Nacht zum Mittwoch kam es dabei zu Ausschreitungen und Zusammenstössen mit der Polizei, wie örtliche Medien berichteten.

Die Bereitschaftspolizei setzte demnach Tränengas gegen die Demonstranten ein, nachdem eine größere Gruppe versucht hatte, das Parlamentsgebäude zu stürmen.

Präsident Aleksandar Vucic hatte nur wenige Stunden zuvor im Fernsehen angesichts des Infektionsgeschehens eine neue Ausgangssperre für das kommende Wochenende (von Freitag bis Montag) angekündigt. Die Lage im Land sei ernst, betonte der Präsident in seiner Ansprache.

Belgrad stark betroffen

Besonders die Hauptstadt sei stark betroffen. «Alle Krankenhäuser in Belgrad sind fast voll», sagte Vucic weiter. Daher werde von Freitag bis Montag ein Ausgehverbot verhängt. Zuletzt hatte es im Mai eine Ausgangssperre gegeben. Ab Mittwoch seien zudem Treffen von mehr als fünf Menschen verboten – sowohl drinnen wie draußen.

Zuvor waren die Corona-Fälle in dem Balkanland rund acht Wochen nach den ersten Lockerungen der Anti-Corona-Maßnahmen deutlich angestiegen. Serbien hatte am Dienstag 13 neue Todesfälle infolge von Covid-19-Erkrankungen gemeldet – der höchste Tageswert seit Beginn der Pandemie.

Partygänger zurück in der Schweiz

Zudem wurden 299 neue Infektionen mit dem Coronavirus registriert. In der vergangenen Woche verzeichnete das Land täglich zwischen rund 250 und 350 neue Fälle. Bis zum Dienstag gab es in Serbien über 16'000 nachgewiesene Infektionen mit dem Coronavirus.

Davon gelten knapp 3000 Fälle als aktiv. 330 Menschen starben bisher in Verbindung mit der Lungenkrankheit Covid-19. In der Schweiz sorgten in den letzten Woche junge Männer, die an einer Party in Belgrad teilgenommen hatten, für Schlagzeilen. Einzelne von ihnen steckten sich mit dem Virus an und ließen eine Hotspot entstehen.

(L'essentiel/SDA)

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