Malu Dreyer

03. August 2020 18:37; Akt: 03.08.2020 18:39 Print

Keine Corona-​​Pflichttests für Luxemburg-​​Pendler

TRIER/LUXEMBURG – Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat versichert, dass für Luxemburger und Grenzgänger weiterhin Ausnahmen gelten werden.

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Malu Dreyer empfiehlt Touristen, sich doch direkt am lux-Airport kostenlos testen zu lassen. (Bild: DPA)

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Die im Laufe der Woche in Kraft tretende Corona-Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten wird in Rheinland-Pfalz den «kleinen Grenzverkehr» zu Luxemburg nicht betreffen. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) sagte am Montag in Trier, Luxemburg sei zwar als Risikogebiet betroffen, für viele Luxemburger werde es aber weiterhin Ausnahmen geben. «Wer beruflich pendelt, wird nicht betroffen sein von den neuen Regelungen im Bezug auf das Testen beim Einreisen.»

Alle Urlaubsrückkehrer können sich seit Samstag kostenlos testen lassen, unabhängig davon, ob sie aus einem Risikogebiet kommen oder nicht. Dafür sollen sie sich bei ihren niedergelassenen Ärzten oder den Coronaambulanzen melden. Die Landesärztekammer befürchtet, dass das neue Szenario einer zweiten Corona-Welle Vorschub leisten könnte. Die neuen Testungen sollten im Sinne des Infektionsschutzes nicht erst in den Hausarztpraxen erfolgen, sondern direkt und zeitnah an speziellen Testzentren außerhalb der Praxisstrukturen in Flughäfen, Bahnhöfen und an Ländergrenzen, forderte der Präsident der Landesärztekammer, Günther Matheis.

Die Landesregierung will noch in dieser Woche Teststationen für Reiserückkehrer einrichten, kündigte die Sprecherin des Gesundheitsministeriums, Stefanie Schneider an. Diese solle es sowohl am Flughafen Hahn als auch für Individualreisende in Grenznähe zu Luxemburg, Belgien und Frankreich geben. Wie viele Stationen es geben werde, sei noch unklar.

Ausnahmeregelungen für Quarantänemaßnahme bleiben bestehen

Bei der Anordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zur Corona-Testpflicht, die am Mittwoch veröffentlicht werde, solle ein «ganz klarer Passus» enthalten sein, «nämlich, dass die Regelungen der Bundesländer darin berücksichtigt werden und Vorrang haben», sagte Dreyer. Das bedeute, dass die jetzt geltende Rechtslage in Rheinland-Pfalz auch so bleiben werde und die bisherigen Ausnahmeregelungen für Quarantänemaßnahmen bestehen bleiben.

So unterliegen etwa Pendler weder einer Absonderungs- noch einer Testpflicht. Ausnahmen gibt es auch für Einreisen aus medizinischen Gründen oder einem sonstigen triftigen Reisegrund. Luxemburg war Mitte Juli vom Robert Koch-Institut zum Risikogebiet deklariert worden.

Die angekündigte Corona-Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten sei gut, sagte Dreyer. «Da haben wir echt Bedarf, etwas zu tun.» So könnten sich auch rheinland-pfälzische Urlauber aus Risikogebieten, die über den Flughafen in Luxemburg nach Hause reisten, direkt dort am Airport testen lassen. Andernfalls sehe die neue Regelung des Bundes vor, dass ein Test innerhalb von 72 Stunden nach Rückkehr erfolgen müsse.

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Marc am 04.08.2020 02:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das ist sowieso alles sehr verwirrend und ich glaube das bald keiner mehr den Durchblick hat. Was ist wenn die Fallzahlen in Deutschland steigen? Setzt das RKI sich selbst auf die Liste der Risikoländer?

  • Meinu.ng am 03.08.2020 18:55 Report Diesen Beitrag melden

    Also eins steht fest, es ist kontraproduktive wenn die Grenzgaenger mit 72 Stunden entlasten werden, diese koennen sowohl Corona nach Luxembourg als auch von Luxemburg nach Deutschland bringen. Da ich mich augenblicklich mit einem negativ Test in Deutschland befinde, stelle ich nur etwas fest, die Regeln sind an sich nicht so streng als in Luxemburg und die Coronazahlen geringer. Nun die Frrage wo liegt der Unterschied? Beim Lockdown war es genau so.

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  • Jos am 03.08.2020 22:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @Meinu.ng: Völlig richtig, ihre Feststellung. Könnte mit viel weniger Tests in D zusammen hängen. Interessant wäre ja auch nal due Frage, aus welchen Ländern die Grenzgänger stammen, die täglich in Lux positiv getestet werden. Sollten diese z.B aus D sein, müsste die Statistik dort folgerichtig nach oben korrigiert werden....

Die neusten Leser-Kommentare

  • Phil am 05.08.2020 00:49 Report Diesen Beitrag melden

    Malu... auch Du hast die Strategie deines Landsmannes Ulf Nehrbass nicht verstanden, oder Du und dein Spahn wollen sie nicht verstehen.. Traurig, traurig!

  • Debile Politik am 04.08.2020 09:39 Report Diesen Beitrag melden

    Laut Deutschland ist es also unmöglich sich als Grenzgänger in einem Risiko-Land anzustecken. Oder geht es nur darum um Alles in der Welt Tests zu vermeiden, sonst müsste Deutschland sich wohl selbst auf die schwarze Liste setzen?

  • Marc am 04.08.2020 02:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das ist sowieso alles sehr verwirrend und ich glaube das bald keiner mehr den Durchblick hat. Was ist wenn die Fallzahlen in Deutschland steigen? Setzt das RKI sich selbst auf die Liste der Risikoländer?

  • jimbo am 03.08.2020 22:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geet jo dann duer, wann en 5min an dBelsch oder Frankräich geet vir dei 72Stonnen um Stéck ze ënnerbriechen... Oder wei wëllen se dat iwwerhaapt kontrolléieren?

  • Jos am 03.08.2020 22:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @Meinu.ng: Völlig richtig, ihre Feststellung. Könnte mit viel weniger Tests in D zusammen hängen. Interessant wäre ja auch nal due Frage, aus welchen Ländern die Grenzgänger stammen, die täglich in Lux positiv getestet werden. Sollten diese z.B aus D sein, müsste die Statistik dort folgerichtig nach oben korrigiert werden....