Mieterbund warnt

27. Oktober 2020 07:54; Akt: 27.10.2020 08:14 Print

Mehr Obdachlose in Rheinland-​​Pfalz befürchtet

KOBLENZ – Der Mieterbund befürchtet mehr Kündigungen, weil Mieter aufgrund finanzieller Probleme durch die Coronakrise ihre Miete nicht mehr bezahlen können.

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(Bild: DPA/Oliver Dietze)

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Der Deutsche Mieterbund in Rheinland-Pfalz befürchtet, dass die Zahl obdachloser Menschen in den kommenden Monaten in die Höhe schnellen könnte. Man müsse davon ausgehen, dass sich die wirtschaftliche Situation vieler Menschen aufgrund der Corona-Pandemie verschlechtere. «Damit dürfte die Zahl der Mieter steigen, die ihre Wohnungen nicht mehr bezahlen können», sagte der rheinland-pfälzische Landesvorsitzende des Mieterbundes, Franz Obst, der Deutschen Presse-Agentur.

Müssten Menschen dann ihre Mietwohnung verlassen, werde es für sie schwierig, einen geeigneten Ersatz zu organisieren. Aus Sicht des Landesvorsitzenden wäre es daher «definitiv zu befürworten», würde die Bundesregierung die Stundungsregel wieder in Kraft setzen.

« Ich rechne jedenfalls mit Problemen »

Zu Beginn der Corona-Krise hatte die Regierung eine solche Stundungsregel eingeführt. So mussten Mieten unter bestimmten Voraussetzungen zwischen April und Juni nicht sofort gezahlt werden. Vermieter durften den Betroffenen nicht wegen ausbleibender Mietzahlungen kündigen. Seit Juli gilt dieser Schutz aber nicht mehr.

Es zeige sich derzeit, dass unter anderem Mitarbeiter in der Gastronomie aber auch in der Unterhaltungsindustrie weiter mit finanziellen Schwierigkeiten rechnen müssten, sagte Obst. «Das Thema wird uns in den kommenden Monaten stark beschäftigen. Ich rechne jedenfalls mit Problemen.»

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • deutsche Fürsorge für den Rest der Welt am 27.10.2020 08:19 Report Diesen Beitrag melden

    War doch zu erwarten; denn der deutsche Staat braucht ja deren Übernachtungs-Unterkünfte.

  • Ana Conda am 27.10.2020 09:52 Report Diesen Beitrag melden

    Es gibt in Deutschland Hartz 4 und Sozialhilfe. Die muss man beantragen. Diese Zahlungen beinhalten die Miete und sollen u. a. Obdachlosigkeit verhindern. Rechtsanwalt Franz Obst sollte die allgemeine Panik nicht noch weiter schüren. Panik zu verbreiten hilft den Menschen nicht.

  • haaltdachop am 27.10.2020 22:29 Report Diesen Beitrag melden

    bravo!!! aber sie sorgen doch so gut für die gesundheit ihrer bürger,lächerlich sowas!!

Die neusten Leser-Kommentare

  • haaltdachop am 27.10.2020 22:29 Report Diesen Beitrag melden

    bravo!!! aber sie sorgen doch so gut für die gesundheit ihrer bürger,lächerlich sowas!!

  • realdusninja am 27.10.2020 16:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @Ana conda: das ist aber nur die halbe Wahrheit. Als Hartzler darf man nicht überall wohnen, die Wohnung darf nicht zu gross und zu teuer sein. Ausserdem muss man Vermögen aufzehren. Sollte man schon erwähnen.

    • Ana Conda am 27.10.2020 17:27 Report Diesen Beitrag melden

      Das ist richtig. Ein Paradies sind die sozialen Dienste wirklich nicht. Die Betroffenen brauchen viel Kraft und Mut. Sie zusätzlich mit dem Gedanken an Obdachlosigkeit zu ängstigen finde ich nicht richtig.

    einklappen einklappen
  • Léon am 27.10.2020 14:21 Report Diesen Beitrag melden

    Venez au Luxembourg Asselborn vous trouvera une place

  • Ana Conda am 27.10.2020 09:52 Report Diesen Beitrag melden

    Es gibt in Deutschland Hartz 4 und Sozialhilfe. Die muss man beantragen. Diese Zahlungen beinhalten die Miete und sollen u. a. Obdachlosigkeit verhindern. Rechtsanwalt Franz Obst sollte die allgemeine Panik nicht noch weiter schüren. Panik zu verbreiten hilft den Menschen nicht.

  • deutsche Fürsorge für den Rest der Welt am 27.10.2020 08:19 Report Diesen Beitrag melden

    War doch zu erwarten; denn der deutsche Staat braucht ja deren Übernachtungs-Unterkünfte.