«Halleluja»

07. August 2020 07:34; Akt: 07.08.2020 07:51 Print

Mülleimer bedanken sich mit Musik oder Applaus

TRIER – Bei den neuen Mülleimern der Stadt macht es besonders viel Spaß, seinen Dreck wegzuwerfen. Die Mülleimer kosten etwas mehr, können aber auch mehr.

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Beim Einwerfen in die neuen Mülleimer ertönt ein kurzes «Halleluja» oder Applaus: Dieser besondere Gag sei als Dankeschön für die Einwerfenden gedacht, sagte der Sprecher der Stadt Trier, Michael Schmitz. Und der Sound der beiden modernen Müllbehälter, die die Stadt seit Anfang August teste, komme gut an: «Er ist eine kleine Attraktion im Moment.» Man sehe Leute, die den Eimer eigens deswegen benutzten. «Und dann grinsen sie danach.»

Die Stadt Trier hat die Mülleimer aber vor allem wegen anderer Funktionen im Test: Sie können den enthaltenen Müll auf bis zu 20 Prozent seines Volumens pressen. Dadurch müsse die im Inneren des Müllereimers enthaltene 120-Liter-Tonne wesentlich seltener entleert werden, sagte der Sprecher. Das macht vor allem Sinn an Standorten, die «sehr belebt sind und ein hohes Müllaufkommen haben».

70 Solarmülleimer bereits bundesweit im Test

Die Energie für die Müllpressung im Inneren bekommen die Behälter über an der Oberseite angebrachte Solarzellen. Zudem seien die Eimer vernetzt und meldeten übers Internet ihren Füllstand an die Stadtreinigung. «Wenn der Eimer voll wird, kann gezielt geleert werden», sagte Schmitz. Man gehe davon aus, dass man an einem der Test-Standorte nur noch einmal pro Woche statt täglich leeren müsse.

Der Test, der auf ein Jahr angesetzt sei, solle zeigen, ob die Beschaffungskosten von 6500 Euro pro Behälter wirtschaftlich seien. Die Solarmülleimer werden in den Niederlanden produziert und von der Mainzer Firma Zöller-Kipper in Deutschland vertrieben. Derzeit seien rund 70 der Mülleimer bundesweit im Test oder bereits etabliert, sagte der Produktmanager für Sonderbehälter, Alex Schmitter.

Es gebe insgesamt fünf Klänge, die die Eimer beim Einwerfen machten. Diese könnten aber regional je nach Gusto verändert werden, sagte er. Die Klänge sollten Aufmerksamkeit erregen, damit die Menschen den Müll in dem Eimer entsorgten und nicht daneben legten.

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • kaa am 07.08.2020 10:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Danke liebe Stadt Trier. Nur den Müll der lieben Luxemburger Kunden werden ihre musikalischen Behälter nicht zu schlucken haben: 1) Aussperrung/ Gegängels durch ihre Landesregierung, und 2) Freiwilliger Geschäftebesuch Verzicht derselben Kunden nach eventueller Aufhebung der xenophobischen Massnahmen. Geschäfte gibt es auch in Luxemburg und die Mehrwertssteuer fliesst an den hiesigen Staat (denke kurz an Unterstützung auch der Grenzgänger). Schade? Aber empfinde das Gehabe und die Ausgrenzungen beleidigend!

  • Bert am 07.08.2020 10:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dommheeten fir wirklech wechteg Investitiounen huet Treier keng sueren mei

  • Jos am 07.08.2020 08:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eigentlich eine gute Idee, aber hat eine Stadt wie Trier angesicht ihrer knappen Haushaltsmittel wirklich keine dringenderen Investitionen zu tätigen?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Bert am 07.08.2020 10:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dommheeten fir wirklech wechteg Investitiounen huet Treier keng sueren mei

  • kaa am 07.08.2020 10:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Danke liebe Stadt Trier. Nur den Müll der lieben Luxemburger Kunden werden ihre musikalischen Behälter nicht zu schlucken haben: 1) Aussperrung/ Gegängels durch ihre Landesregierung, und 2) Freiwilliger Geschäftebesuch Verzicht derselben Kunden nach eventueller Aufhebung der xenophobischen Massnahmen. Geschäfte gibt es auch in Luxemburg und die Mehrwertssteuer fliesst an den hiesigen Staat (denke kurz an Unterstützung auch der Grenzgänger). Schade? Aber empfinde das Gehabe und die Ausgrenzungen beleidigend!

  • Jos am 07.08.2020 08:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eigentlich eine gute Idee, aber hat eine Stadt wie Trier angesicht ihrer knappen Haushaltsmittel wirklich keine dringenderen Investitionen zu tätigen?

  • René Petry am 07.08.2020 08:23 Report Diesen Beitrag melden

    In Luxemburg-Stadt gibt es nicht mal Aschenbecher an den Abfalleimer. Dann darf man sich aber nicht wundern, wenn überall Zigarettenkippen rumliegen. Im Rest des Landes sind Hundekottüten Mangelware. Unser Land wird zugeschissen.