Tödlicher Angriff

23. Dezember 2019 18:25; Akt: 23.12.2019 18:25 Print

Sechs Verdächtige von Augsburg wieder frei

Im Fall des auf einem Augsburger Weihnachtsmarkt totgeprügelten Feuerwehrmannes sind jetzt sechs der sieben Verdächtigen aus der Untersuchungshaft entlassen worden.

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Nach knapp zwei Wochen in Untersuchungshaft wurden die sechs Jugendlichen wieder auf freien Fuß gesetzt. Das berichtet die deutsche «Bild»-Zeitung am Montagnachmittag. Der 17 Jahre alte Hauptverdächtige sitzt demnach weiter in U-Haft.

Ein 49 Jahre alter Feuerwehrmann war am 6. Dezember bei einem Streit mit einer Gruppe junger Männer im Zentrum von Augsburg getötet worden. Der Mann war mit seiner Frau und einem befreundeten Ehepaar auf dem Heimweg von einem Weihnachtsmarkt und einem anschließenden Restaurantbesuch, als es zu einem Streit mit der Gruppe kam. Dabei starb der 49-Jährige, ein 50 Jahre alter Mann wurde verletzt. Die Frauen blieben körperlich unverletzt.

«Es dauerte nur wenige Sekunden»

Worum es bei dem Streit ging und was genau zu der Attacke geführt haben könnte, sagten die Ermittler zunächst nicht. Der 49-Jährige habe sich aber «regelkonform» verhalten.

Nach Polizeiangaben war zunächst der 49-Jährige von der Gruppe von Jugendlichen umringt worden. «Dann gab es einen Schlag, der Mann fiel zu Boden», sagte Kripo-Chef Zintl. Die Gruppe sei dann auf den Begleiter des Opfers zugegangen, der seinem am Boden liegenden Freund zu Hilfe kommen wollte. Der 50-Jährige sei attackiert und im Gesicht schwer verletzt worden. «Der ganze Handlungsablauf hat wenige Sekunden gedauert», sagte Zintl.

Sieben Jugendliche festgenommen

Die Ermittler hatten zwei Tage nach dem Vorfall zunächst zwei 17 Jahre alte Verdächtige festgenommen. Anschließend wurden auch die weiteren Mitglieder der Gruppe gefasst. Bei dem 17-Jährigen, der den 49-Jährigen erschlagen haben soll, handelt es sich um einen Deutschen, der auch die türkische und die libanesische Staatsbürgerschaft besitzt. Er ist in den vergangenen Jahren bereits wegen mehrerer Delikte der Polizei aufgefallen, auch wegen Körperverletzung.

Die anderen Verdächtigen sind bis auf einen ebenfalls Deutsche, teils ebenfalls mit mehreren Staatsbürgerschaften. Einer hat die italienische Staatsangehörigkeit. Alle sieben sind in Augsburg geboren.

(L'essentiel/rab/heute.at)

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