Zum Todestag von Lady Di

31. August 2017 09:52; Akt: 31.08.2017 09:54 Print

«Sie hat uns mit Liebe überschüttet»

Lady Di wurde heute vor 20 Jahren jäh aus dem Leben gerissen. Prinz William und Prinz Harry verloren ihre Mutter – das britische Volk ihre «Königin der Herzen».

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Es gibt wenige Momente, die sich so ins kollektive Gedächtnis einbrennen. «Wo warst du, als Diana starb?», ist eine Frage, auf die praktisch alle Leute so ab Mitte 30 eine Antwort wissen. Ihre Söhne William und Harry (damals 15 und 12) weilten damals gerade in den Sommerferien auf Schloss Balmoral.

Ans letzte Telefongespräch mit ihrer Mutter, die sie in einem aktuellen TV-Interview «als großes Kind» beschreiben, erinnern sich beide. Beide bereuen, wie wenig Zeit sie sich genommen haben. «Sie hat aus Paris angerufen. Ich kann mich nicht unbedingt an das erinnern, was ich damals gesagt habe», sagt Harry. William habe ihr erzählt, dass sie eine gute Zeit hätten. «Harry und ich hatten es total eilig, uns zu verabschieden.»

Stunden nach diesem Telefongespräch war Diana tot

Zu dieser Zeit ahnten sie nicht, dass ihr Leben nur wenige Stunden später nie wieder das gleiche sein sollte. Diana weilte zu diesem Zeitpunkt in Paris, wollte mit ihrem damaligen Freund Dodi Al-Fayed zu Abend essen. Um kurz vor zehn ging das Paar ins Hotel Ritz. Eine riesige Paparazzi-Schar belagerte die beiden. Sicherheitschef Henri Paul wurde aus seinem Feierabend zitiert, er sollte auf die berühmten Gäste aufpassen, gesellte sich dazu, trank etwas.

Um kurz nach 12 Uhr verließen sie das Luxushotel durch einen Hintereingang. Henri Paul sollte Diana, Dodi und deren Leibwächter Trevor Rees-Jones nach Hause bringen. Nur wenige Minuten später rammte die Limousine einen Brückenpfeiler im Pariser Alma-Tunnel. Dodi Al-Fayed und Henri Paul starben noch an der Unfallstelle. Diana erst einige Stunden später im Krankenhaus. Der Bodyguard überlebte schwer verletzt. Rastlose Fotografen lichteten die Schwerverletzte noch im Auto-Wrack ab. Sie wurden abgeführt, galten kurz nach dem Unfall als Schuldige. Die Frage, ob aufdringliche Fotografen den Unfall verursacht haben, stand sofort im Zentrum.

Verschwörungstheoretiker verstummen nicht

Die Ermittlungen zeigten jedoch, dass Henri Paul im Hotel nicht nur Saft (wie Leibwächter vermuteten) zu sich genommen hatte. Er sass alkoholisiert und unter dem Einfluss von Medikamenten hinter dem Steuer. Der Fall galt als geklärt.

Verschwörungstheorien kamen trotzdem auf. Auch Dodis Vater, Kaufhaus-Milliardär Mohamed Al-Fayed glaubt, dass es sich beim Crash im Alma-Tunnel um keinen normalen Unfall handelte. Eine beliebte Theorie: Der britische Geheimdienst habe Diana als unliebsames Mitglied der königlichen Familie aus dem Weg geräumt und damit praktischerweise gleich noch eine Schwangerschaft vertuscht. Auch nett: Lady Di habe ihren Tod selbst inszeniert, damit sie endlich in Ruhe leben könne. Diana wurde von Fotografen auf Schritt und Tritt verfolgt. Diese Stimmen werden wohl nie verstummen.

Prinz William: «Ich höre immer noch ihr Lachen»

Was bleibt sicher? Die Erinnerung zweier junger Männer, die auch 20 Jahre später um ihre Mutter trauern. Prinz William im Interview: «Ich höre immer noch ihr Lachen. Sie hat uns mit Liebe überschüttet.»

Die Trauerfeier am 6. September verfolgten weltweit rund 2,5 Milliarden Menschen vor dem TV, rund drei Millionen Menschen säumten den Trauerzug in den Straßen von London.

(L'essentiel/bbe)

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