DFB-Pokal

11. September 2020 08:37; Akt: 11.09.2020 08:44 Print

Der weite Weg nach Berlin wird ganz anders

Die neue Saison nimmt Fahrt auf. Am Wochenende wird wieder im DFB-Pokal gespielt. Aber nicht so, wie es Tausende Fans gewohnt sind.

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Eine der größten Sensationen der Pokalgeschichte ereignete sich in der Saison 1990/91. Der FV 09 Weinheim bezwang den großen FC Bayern in der ersten Runde. (Bild: DPA)

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Endlich wieder DFB-Pokal - in Zeiten der Corona-Pandemie aber nicht so wie gewohnt. Für etliche Amateurfußballer geht an diesem Wochenende mit Spielen gegen die großen Bundesligisten zwar ein Traum in Erfüllung. Leere, graue Stadien, und das nicht einmal zu Hause, werden das Erlebnis aber höchstwahrscheinlich schmälern. Zuschauer dürfen höchstens in sehr geringer Anzahl in die Arenen. Einheitliche Regelungen gibt es nicht. Die wichtigsten Fragen im Überblick.

Wer spielt?

Insgesamt finden 31 Erstrundenspiele an diesem Wochenende statt. Die Partie von Rekordgewinner FC Bayern gegen Fünftligist 1. FC Düren wurde wegen der Münchner Teilnahme am Finalturnier der Champions League im vergangenen August auf den 15. Oktober verlegt. Bundesliga-Duelle gibt es in der ersten Runde nicht, die Amateurclubs hoffen wie jedes Jahr auf die Sensation. Doch das wird noch schwerer. Bis auf Oberligist SV Todesfelde spielen die Kleinen alle auswärts.

Wer hat das Heimrecht getauscht?

Insgesamt elfmal wurde das Heimrecht in der ersten Runde an den größeren Club abgegeben. Mannschaften wie FSV Union Fürstenwalde (beim VfL Wolfsburg), VSG Altglienicke (beim 1. FC Köln) oder FV Engers (beim VfL Bochum) spielen in großen Stadien vor fast leeren Rängen. Der einfache Grund: Ohne Zuschauer rechnet sich die Ausrichtung eines Pokalspiels kaum, zumal die Umsetzung des vorgeschriebenen Hygienekonzepts weitere Kosten mit sich bringt. Mindestens 30.000 bis 35.000 Euro, rechnete Stefan Cohrs, Abteilungsleiter des Fünftligisten MTV Eintracht Celle, vor.

Wo dürfen Zuschauer in die Stadien?

Insgesamt werden wohl rund 35 000 Fans die Partien live im Stadion verfolgen - weniger als zumeist in ein Bundesliga-Stadion alleine passen würden. Bei neun Partien des Wochenendes sind gar keine Besucher zugelassen, bei 16 maximal 500. Im Osten des Landes wurden mehr Karten vergeben: 2500 Fans dürfen beim Spiel des FC Carl Zeiss Jena gegen Werder Bremen dabei sein, 4632 Zuschauer bei der Partie des Chemnitzer FC gegen die TSG Hoffenheim. Der 1. FC Magdeburg darf vor 5000 Besuchern gegen Darmstadt 98 spielen, Hansa Rostock vor 7500 Fans gegen den VfB Stuttgart. Bei der Partie von Dynamo Dresden gegen den Hamburger SV könnte die Zuschauerzahl sogar fünfstellig werden.

Wer überträgt die Spiele im TV?

Der Pay-TV-Sender Sky zeigt alle Pokalspiele live und in der Konferenz. Das Topspiel am Montagabend (20.45 Uhr) von Borussia Dortmund beim Drittligisten MSV Duisburg wird zudem in der ARD übertragen. Das Erste hat in dieser Saison die Rechte an insgesamt neun Pokalspielen, Sport1 zeigt vier Partien, darunter auch das verlegte Spiel der Bayern gegen Düren Mitte Oktober.

Was gibt es zu gewinnen?

Das große Ziel bleibt auch in Corona-Zeiten das Finale im Berliner Olympiastadion am 13. Mai 2021. Doch der Weg ist weit. Die zweite Runde (22./23. Dezember) wird am 18. Oktober (18.00 Uhr) ausgelost. Außerdem geht es um viel Geld. In der vergangenen Saison bekamen alle Teilnehmer der ersten Runde jeweils 175 500 ausgeschüttet. Pokalsieger FC Bayern kam am Ende auf Prämien von über zehn Millionen Euro.

(L'essentiel/dpa)

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