Von Herrlich über Kalou bis Walker

17. Mai 2020 14:36; Akt: 17.05.2020 14:45 Print

Die dümmsten Verstöße gegen die Corona-​​Regeln

Bundesliga-Trainer Heiko Herrlich ist nicht der Erste, der sich nicht an die Regeln zu Corona-Zeiten hält. Eine Aufzählung.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Dieser Einkauf von Zahnpasta und Hautcreme hat für Heiko Herrlich Konsequenzen. Wegen des Verstoßes gegen die Hygieneregeln in der Hotel-Quarantäne darf der Trainer des FC Augsburg sein neues Team nun am Samstag (15.30 Uhr) nicht im Bundesligaspiel gegen den VfL Wolfsburg betreuen.

«Ich habe keine Zahnpasta, die ist am Ausgehen, und keine Hautcreme mehr gehabt, und dann bin ich mit meinem Trainingsanzug in der Nähe zu einem Supermarkt gegangen», berichtete der 48-Jährige von seinem Ausflug in einer Video-Pressekonferenz (siehe oben).

Er ist nicht der Erste, der gegen die strengen Auflagen verstößt und dafür mit Konsequenzen rechnen muss. Einige Beispiele:

Salomon Kalou: Wenn das Live-Video daneben geht

Der Ivorer war erst vor zehn Tagen für seine Verstöße gegen die Corona-Maßnahmen und Verhaltensregeln bei Hertha BSC suspendiert worden. Der 34-jährige Kalou hatte mit einem Live-Clip aus dem Kabinentrakt des Berliner Bundesligisten offensichtliche Nachlässigkeiten beim Einhalten der Hygienevorschriften dokumentiert und mit den Kollegen über Gehaltsabrechnungen diskutiert. Danach hatte er sich für seine Verhalten entschuldigt.

Amine Harit: Wenn die Shisha qualmt

Dem 22-jährigen Marokkaner vom FC Schalke 04 ging es auch ans Geld. Harit hatte sich in einer Shisha-Bar in Essen gemeinsam mit zehn weiteren Personen einen gemütlichen Abend gegönnt. Problem nur: Es herrschten in Nordrhein-Westfalen bereits erhebliche Kontaktbeschränkungen. Er wurde bei dem Vorfall nach Ladenschluss von der Polizei erwischt. Die Beamten lösten die unerlaubte Versammlung weit nach Mitternacht auf.

Luka Jovic: Wenn die Party ruft

Der 22-jährige Serbe war nach der Aussetzung des Spielbetriebs in Spanien in die Heimat geflogen. Dort sollte sich der Spieler von Real Madrid für zwei Wochen in häusliche Quarantäne begeben. Medienberichten zufolge ging Jovic aber feiern. Deutlich heftiger erwischte es Nationalmannschaftskollege Aleksandar Prijovic (29), der wegen des Verstoßes gegen das Ausgehverbot während der Corona-Krise in Belgrad zu drei Monaten Hausarrest verurteilt wurde.

Kyle Walker: Wenn die Party ruft – zum Zweiten

Der Profi von Manchester City feierte eine Party mit einem Kumpel und zwei Prostituierten, wie eine britische Boulevardzeitung schrieb, und das trotz Ausgangssperre: Sein Verein leitete ein internes Disziplinarverfahren gegen den 29-Jährigen ein. Als «inakzeptabel» bezeichnete der FC Everton eine Party seines italienischen Profis Moise Kean (20) während des Lockdown.

Jérôme Boateng: Wenn der Sohn krank ist

Etwas aus der Reihe in dieser Aufzählung tanzt Jérôme Boateng. Der 31-jährige Ex-Weltmeister entfernte sich trotz Corona-Ausgangsbeschränkungen von seinem Wohnort München. Er war zu seinem Sohn gefahren. «Ihm ging es gesundheitlich nicht gut. Wenn ein Sohn seinen Vater ruft, dann fahre ich natürlich noch los, egal zu welcher Uhrzeit!», hatte Boateng erklärt. Vom FC Bayern gab es eine Geldstrafe. «Für ihn nehme ich jede Strafe in Kauf, das ist schließlich mein Sohn. Ich möchte den Vater sehen, der in so einem Moment nicht losfährt, um an der Seite seines vierjährigen Sohnes zu sein. Wenn es dafür dann eine Strafe gibt, dann Respekt. Ich finde das traurig», hatte der Innenverteidiger betont.

(L'essentiel/DPA/hua)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.