Rad-WM

24. September 2020 19:36; Akt: 24.09.2020 19:55 Print

Dygert-​​Sturz überschattet Rad-​​WM in Imola

Auf dem Weg zu Gold kommt die Amerikanerin Chloé Dygert von der Fahrbahn ab und stürzt über eine Leitplanke. Szenen, die das sportliche Ergebnis in den Hintergrund rücken.

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Ein schwerer Sturz von Titelverteidigerin Chloé Dygert hat den Auftakt der Straßenrad-WM im italienischen Imola überschattet. Die 23 Jahre alte Amerikanerin befand sich am Donnerstag mit deutlicher Bestzeit auf Goldkurs, als sie in einer Kurve von der Fahrbahn abkam und mit hoher Geschwindigkeit über eine Leitplanke stürzte.

Die später veröffentlichten Bilder zeigten schwere Verletzungen: Dygert hatte sich das komplette linke Knie aufgeschlitzt, knieabwärts lief das Blut in Mengen hinunter. «Sie ist bei Bewusstsein und spricht», schrieb der US-Verband bei Twitter. Dies sei alles, was man bisher wisse. Genauere Angaben zum Gesundheitszustand der Topfavoritin gab es zunächst nicht.

Dygert wurde im Graben an der Kurve von mehreren Notfallkräften versorgt und anschließend mit einer Trage in einen Krankenwagen gebracht. Im Zielraum der Formel-1-Rennstrecke von Imola und bei der folgenden Siegerehrung war die Stimmung dementsprechend gedämpft. Dygert war im Anschluss an ihren Sturz minutenlang nicht im TV-Bild zu sehen, das internationale Signal zeigte fortan nur noch die aktiven Fahrerinnen.

« Das Schlimmste, was passieren kann, ist so ein Sturz »

«Das Schlimmste, was passieren kann, ist so ein Sturz. Es tut mir sehr leid für sie, so etwas ist wirklich schlimm», sagte Anna van der Breggen, die das Rennen gewonnen hatte. Der erste Zeitfahr-WM-Titel der Niederländerin und die nur um 14 Sekunden verpasste Medaille für Ex-Weltmeisterin Lisa Brennauer aus dem Allgäu gerieten im «Autodromo Enzo e Dino Ferrari» so zur Nebensache. «Es war noch kurz die Enttäuschung da, ich wollte so gerne eine Medaille gewinnen, gerade wenn man so nah dran ist», sagte Brennauer. Die Rivalinnen hatten zunächst nichts vom schweren Sturz der Titelverteidigerin bekommen.

Am Freitag (14.25 Uhr/Eurosport/ZDF Livestream) haben die Männer den gleichen Parcours zu bewältigen.

(L'essentiel/dpa)

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