Tour de France

30. August 2020 18:47; Akt: 30.08.2020 18:56 Print

Alaphilippe jubelt auf zweiter Etappe – Buchmann happy

Die 107. Tour de France ist losgerollt. Emanuel Buchmann hat die ersten kniffligen Kilometer gut gemeistert, Gelb trägt der Franzose Julian Alaphilippe.

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Julian Alaphilippe gewinnt die zweite Etappe und erobert das gelbe Trikot. (Bild: AFP/Stephane Mahe)

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Bei der turbulenten Ouvertüre mit Corona-Sorgen und einer Sturz-Serie hat Frankreichs Liebling Julian Alaphilippe die Grande Nation erstmals jubeln lassen. Der Weltklassefahrer entriss am Sonntag mit seinem Tagessieg bei der 107. Tour de France dem norwegischen Auftaktgewinner Alexander Kristoff das Gelbe Trikot und erinnerte an seine Triumphfahrt aus dem Vorjahr. Alle Tücken meisterte auch Deutschlands Radsport-Hoffnung Emanuel Buchmann, der ohne weitere Schrammen und ohne Zeitverlust bei der ersten Kletterpartie zu den wenigen Gewinnern am Auftakt-Wochenende zählte. Für seinen Landsmann John Degenkolb ist dagegen das Abenteuer in der sogenannten Tour-Blase nach einer Knieverletzung schon beendet.

Der Held des Sonntags war aber Alaphilippe, der elf Kilometer vor dem Ziel eine seiner unnachahmlichen Attacken startete und den Sprint einer dreiköpfigen Gruppe vor dem Schweizer Marc Hirschi aus dem deutschen Sunweb-Team und dem Briten Adam Yates als Sieger über den Zielstrich auf der Promenade des Anglais fuhr. Ähnlich hatte Alaphilippe vor einem Jahr auf der dritten Etappe triumphiert und anschließend 14 Mal das Gelbe Trikot getragen.

«Ich spüre den Rücken kaum mehr»

So erlebte die Tour einen spektakulären Start, als ob die Umstände nicht schon speziell genug wären. Wegen der Corona-Pandemie hatten die Verantwortlichen die Maßnahmen noch einmal verschärft. Zuschauer – natürlich nur mit Maske – durften am Straßenrand stehen, doch Zehner-Reihen wie zu früheren Zeiten waren passé. Der Start- und Zielbereich wurde außerdem an den ersten beiden Tagen abgeriegelt, nachdem die Infektionszahlen in den letzten Tagen rapide angestiegen waren.

Die Fahrer leben indes in ihrer eigenen Tour-Welt. Und da kletterte Buchmann problemlos die ersten Berge der ersten Kategorie an der Seite der Top-Favoriten um Vorjahressieger Egan Bernal (Kolumbien) und Vuelta-Champion Primoz Roglic (Slowenien) hinauf. Und auch sonst fühlt sich der Vorjahresvierte zwei Wochen nach seinem schlimmen Sturz bei der Dauphiné-Rundfahrt immer besser. «Ich spüre den Rücken kaum mehr», sagte Buchmann.

Degenkolb quält sich ins Ziel

Das können nicht viele Kollegen von sich behaupten, nachdem es zum Auftakt zu einem regelrechten Sturz-Chaos gekommen war. Auf dem «Glatteis des Sommers» («L'Equipe») waren massenhaft Fahrer zu Boden gegangen. Der erste Regen nach vielen Sommerwochen hatte die dreckigen und teils mit einem Ölfilm bedeckten Straßen zu einer Eislaufbahn verwandelt.

Das wurde auch Degenkolb zum Verhängnis. Trotz «unfassbarer Schmerzen» quälte sich der 31-Jährige am Samstag ins Ziel, verpasste aber das Zeitlimit um einige Minuten. Die Tour-Organisation kannte keine Gnade und blieb beim Ausschluss. Degenkolb, der am Sonntag schon im Flieger gen Heimat saß, konnte damit leben. «Für meine Gesundheit ist es besser nach Hause zu fahren», sagte er.

(L'essentiel/dpa)

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