Jakobsen nach Sturz

19. August 2020 08:50; Akt: 19.08.2020 09:09 Print

«Ich hatte Angst, nicht zu überleben»

Nach dem schlimmen Crash bei der Polen-Rundfahrt geht es Fabio Jakobsen wieder besser. Der 23-Jährige spricht über Todesängste und seine Ärzte.

Quelle: Youtube

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Zwei Wochen nach seinem schlimmen Sturz bei der Polen-Rundfahrt hat sich der niederländische Radprofi Fabio Jakobsen in der ersten öffentlichen Stellungnahme über seine Todesängste geäußert und eine lange Regenerationszeit angekündigt.

«Es war eine schwierige, dunkle Zeit auf der Intensivstation, in der ich Angst hatte, nicht zu überleben», sagte Jakobsen in einer Teammitteilung. Die Ärzte und Pfleger hätten sein Leben gerettet. «Dafür bin ich extrem dankbar.»

Schritt für Schritt wieder unabhängiger leben

Jakobsen befindet sich inzwischen wieder daheim, er könne Schritt für Schritt wieder unabhängiger leben. «In den kommenden Wochen und Monaten werde ich mich mehreren Operationen und Behandlungen unterziehen, um die Gesichtsverletzungen zu beheben», sagte der Sprinter.

Jakobsen war am 5. August im Zielsprint der ersten Etappe der Polen-Rundfahrt bei hoher Geschwindigkeit in die Absperrgitter gekracht und regungslos liegen geblieben. Der 23-Jährige war von seinem Landsmann Dylan Groenewegen abgedrängt worden. Nach einer fünfstündigen Operation musste er zunächst in ein künstliches Koma versetzt werden.

Groenewegen hatte ein schlechtes Gewissen

Groenewegen wird es freuen, dass es Jakobsen besser geht. Er entschuldigte sich nämlich nach dem von ihm verursachten Sturz mehrmals. So etwa zwei Tage nach dem Crash in einem emotionalen TV-Interview: «Ich will ganz klar sein, es war nie meine Absicht, andere Fahrer in Gefahr zu bringen», sagte Groenewegen dem niederländischen TV-Sender NOS, zeitweise den Tränen nahe. «Das war deutlich mein Fehler. Ich bin von meiner Linie abgewichen, und das darf man nicht.»

Und: «Ich habe nur an Fabio gedacht und seine Familie, und ich hoffe, dass er sich schnell wieder erholt.» Sein Rad rühre er derzeit nicht mehr an. Im Interview meinte er damals: «In den nächsten Monaten werde ich nicht mal an Radfahren denken. Dann werden wir sehen, wie es weiter geht.» Und das kann er auch nicht, denn: Sein Team Jumbo-Visma suspendierte ihn.

(L'essentiel/Nils Hänggi/dpa)

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