Tour de France

27. August 2020 09:04; Akt: 27.08.2020 09:07 Print

Bob Jungels hat es auf Etappensiege abgesehen

LUXEMBURG – Der Radprofi aus dem Großherzogtum steht vor seiner dritten Tour-Teilnahme. Mit L'essentiel hat er über seine Ziele bei der Frankreichrundfahrt gesprochen.

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Bob Jungels geht in diesem Jahr bei der Tour de France an den Start. (Bild: AFP/Luis Mangorrinha )

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Wie alle Radprofis hat auch der Luxemburger Bob Jungels eine ganz besondere Saison hinter sich. Nach einer starken Leistung und dem 15. Platz beim Klassiker Paris-Nizza, zwang das Coronavirus den Profizirkus zu einer Pause. Nach dem Neustart beim italienischen Eintagesrennen Strade Bianche am 1. August konnte Jungels aber kein überzeugendes Ergebnis auf der World Tour einfahren. Ein Umstand, der ihn aber «nicht allzu sehr beunruhigt».

Nach den nationalen Meisterschaften, bei denen er zwar seinen Titel im Einzelzeitfahren verteidigte, sich im Straßenrennen aber Kevin Geniets geschlagen geben musste, bereitet sich Jungels nun auf den Start der Tour de France (29.08. - 20.09.) vor. Es ist seine dritte Teilnahme am wichtigsten Radrennen der Welt. Bei seinem Debüt im Jahr 2015 landete er am Ende auf Platz 27, 2018 fuhr er am Ende auf Rang elf der Gesamtwertung.

L'essentiel: Wie fühlen Sie sich so kurz vor dem Start der Tour de France?

Bob Jungels: Ich habe in den vergangenen Monaten hart an meiner Physis gearbeitet. Beim Critérium du Dauphiné habe ich wieder Wettkampfpraxis gesammelt. Insgesamt fühle ich mich jetzt sehr gut.

Wie war die Vorbereitung in dieser Saison?

Es war nicht einfach. Aber wir haben uns der Situation gut angepasst. Zu Beginn der Coronakrise habe ich eine kurze Erholungspause eingelegt, danach habe ich das Training wieder aufgenommen. Ich hatte in Luxemburg den Vorteil während des Lockdowns auf der Straße trainieren zu können. In anderen Ländern war das verboten. Paradoxerweise haben wir festgestellt, dass die Fahrer, die nicht auf das Rad steigen konnten, zurzeit in sehr guter Form sind. Wir werden nun sehen, ob sie diese Form lange halten können. Das Training zu Hause ist nicht das gleiche.

Welche Ziele verfolgen Sie bei der Tour?

Mein Teamkollege Julian Alaphilippe und ich schauen zunächst nicht auf die Gesamtwertung. Unser Ziel sind Etappensiege. Das kann sich im Verlauf der Rundfahrt natürlich noch ändern. Ich bin zwar schon einige Abschnitte in den Alpen abgefahren, versuche aber dennoch den richtigen Moment zu nutzen.

Können Sie sich vorstellen für Julian Alaphilippe zu fahren?

Ich bin einer der geschützten Fahrer in unserer Mannschaft. Ich kann natürlich einem meiner Teamkollegen zum Sieg verhelfen, aber ich habe auch eigene Ambitionen.

Was halten Sie von den Maßnahmen, die aufgrund des Coronavirus getroffen wurden?

Es ist ein besonderes Jahr und wir sind froh, überhaupt fahren zu können. Alle Teams kennen die Regeln und keines will riskieren von der Tour ausgeschlossen zu werden. Auch wenn der Träger des Gelben Trikots positiv getestet wird, muss er die Tour beenden. Das müssen wir akzeptieren.

Sie wechseln zur kommenden Saison zu AG2R. Haben die Verhandlungen Ihre Vorbereitungen gestört?

Das spielt auf emotionaler Ebene schon eine Rolle. Aber mein Team Deceuninck-Quickstep und ich gehen im Guten auseinander. Für mich war es einfach an der Zeit, etwas zu ändern. Ich glaube, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe. Manchmal muss man sich neuen Herausforderungen stellen.

(Joseph Gaulier/L'essentiel)

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