Nach Anfeindungen

20. Oktober 2020 11:16; Akt: 20.10.2020 11:58 Print

BVB-​​Kicker wehrt sich – «Das sind keine Fußballfans»

Der Dortmunder Sieg beim Junioren-Derby gegen Schalke wird von Rassismus überschattet. Die Empörung ist groß, Schalke will den Fall rasch aufklären.

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Mit Bestürzung und der Forderung nach Konsequenzen haben der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die Clubs auf die heftigen Beleidigungen gegen den 15-jährigen Fußballer Youssoufa Moukoko von Borussia Dortmund reagiert. Der Vorfall hatte sich am Sonntag beim Juniorenspiel zwischen Schalke 04 und Dortmund ereignet.

Auf Instagram verurteilt der Nachwuchsstar die rassistischen Beleidigungen gegen ihn aufs Schärfste. Auch wenn ein Derby für Spieler und Fans emotional sei, «sollte der Sport uns verbinden und Spaß machen und keine Grenzen zwischen uns setzen», schreibt Moukoko an seine Follower.

«Das sind keine Fußballfans, sondern Menschen, die Hass verbreiten wollen.» Er werde sich vom Hass nicht unterkriegen lassen und weiterhin das tun, was ihm Spaß mache: Fußball spielen und Tore schießen.

Moukoko gehört zum Profikader des BVB und soll nach seinem 16. Geburtstag im November in der Bundesliga debütieren. Beim Dortmunder 3:2 erzielte er alle drei Treffer der Gäste.

Konsequenzen folgen

Für den DFB-Vizepräsidenten Günter Distelrath sind die Beleidigungen unerträglich. «Das hier ist so ein Fall, bei dem wir uns gemeinsam positionieren und vor den Spieler stellen müssen.» Ein klares Zeichen solle die unabhängige Sportgerichtsbarkeit setzen, sagte er am Montag.

Für die Zuschauer, die Moukoko beleidigt hatten, wurden bereits Konsequenzen angekündigt. Es seien 300 Zuschauer anwesend gewesen, von denen jeder ein personifiziertes Ticket hatte, hieß es vom FC Schalke. «Wir haben das zur Verfügung gestellte Audio- und Videomaterial des Spiels ausgewertet und arbeiten nunmehr intensiv an der Identifikation der verantwortlichen Personen», teilte der Club am Montagabend auf seiner Homepage mit.

(L'essentiel/lai/dpa)

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