Von Djokovic-Fans

08. September 2020 08:54; Akt: 08.09.2020 08:58 Print

Linienrichterin erhält Morddrohungen

Am Sonntag wurde eine Linienrichterin von Novak Djokovic unabsichtlich am Hals getroffen und der Serbe anschließend disqualifiziert. Nun erhält die Offizielle sogar Morddrohungen.

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Normalerweise steht Laura Clark nicht im Mittelpunkt einer Tennis-Partie. Schon seit mehreren Jahren fungiert die US-Amerikanerin als Linienrichterin in der Tenniswelt. Am Sonntag wurde sie jedoch unfreiwillig Teil einer geschichtsträchtigen Disqualifizierung. Novak Djokovic traf Clark im Achtelfinale der US-Open unbeabsichtigt an der Kehle. Die Linienrichterin rang nacht Luft und ging zu Boden. Der Serbe wurde anschließend disqualifiziert.

Wie die Dailymail schreibt, wird Clark nun das Ziel von zahlreichen Anfeindungen. Nachdem ein serbisches Boulevardblatt ihren Namen sowie ihr Instagram-Profil öffentlich machte, lernt sie die dunklen Seiten der Sozialen Medien kennen. Ihr wird Schauspielerei vorgeworfen. Sie soll die Disqualifikation vom «Djoker» provoziert haben.

Unter ihren Bildern, die auch ihre Vorliebe zu Wein zeigen, heißt es: «Du kannst literweise Alkohol trinken, aber keinen kleinen Tennisball überleben? Schlechte Schauspielerei. Schamlos» Ein Nutzer schreibt: «Ich hoffe, sie verrotten in der Hölle dafür.»

«Sie hat nichts falsch gemacht»

Grenzen scheint es für die Djokovic-Anhänger keine zu geben. Unter einem Bild, das den im Jahr 2008 mit 25 Jahre alten verstorbenen Sohn von Clark zeigt, wird gar eine Morddrohung ausgesprochen. «Mach dir keine Sorgen, du wirst bald mit ihm vereint sein.» Andere posten unter die Hommage von Clark lachende Smileys. Mittlerweile musste Clark ihren Instagram-Account löschen.

Djokovic nimmt die Linienrichterin in Schutz. Auf Instagram schreibt er: «Sie hat überhaupt nichts falsch gemacht. Ich bitte euch, sie während dieser Zeit besonders unterstützend und fürsorglich zu behandeln.» Er bedankt sich bei seiner Community für die positiven Nachrichten und schreibt weiter: «Bitte denkt auch an die Linienrichterin, die getroffen wurde. Sie braucht die Unterstützung unserer Community ebenso.»

In einem Interview im Jahr 2014 mit einer lokalen Zeitung sprach Clark über ihre Arbeit als Linienrichterin und Schiedsrichterin. Man benötige eine dicke Haut, da man nur gesehen wird, wenn man einen Fehler macht. Clark: «Ohne Selbstvertrauen wirst du lebendig gefressen.» Viel Geld erhält man nicht für die Dienste. Dies ist Clark allerdings egal. Wie sie selbst sagt, würde sie auch kostenlos arbeiten. Ob sie nochmals an den US-Open eingesetzt wird, ist unklar.

(L'essentiel/Sven Forster)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pablo am 08.09.2020 09:19 Report Diesen Beitrag melden

    An dowengst gëtt den Tennisspiller diqualifizeiert wat soll de Quatsch. Dat do kann jidferengem mol passeiren. Ech hun jo nach emmer gesoot Sport as Mord. Dat elo dei Linierichterin Morddrohungen kritt ass komplett Kacke dei dei esou eppes maan sollen sech schummen. Natiirlech sollen och dei sech schummen dei den Djokowic disqualifizeiert hun.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Pablo am 08.09.2020 09:19 Report Diesen Beitrag melden

    An dowengst gëtt den Tennisspiller diqualifizeiert wat soll de Quatsch. Dat do kann jidferengem mol passeiren. Ech hun jo nach emmer gesoot Sport as Mord. Dat elo dei Linierichterin Morddrohungen kritt ass komplett Kacke dei dei esou eppes maan sollen sech schummen. Natiirlech sollen och dei sech schummen dei den Djokowic disqualifizeiert hun.

    • Pepe am 08.09.2020 10:21 Report Diesen Beitrag melden

      Et gi Regelen am Tennis. An och den Djoker muss sech drun halen.

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