Vor French Open

21. September 2020 14:19; Akt: 21.09.2020 14:38 Print

Wawrinka trennt sich von seinem Trainer

Kurz vor den French Open und nach acht Jahren trennt sich Stan Wawrinka von Magnus Norman, unter dem er zum dreifachen Grand-Slam-Champion wurde.

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Der Romand gab auf Instagram das Ende der Zusammenarbeit mit dem schwedischen Coach bekannt. (Bild: Foto: Keystone)

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Dass Stan Wawrinka sechs Tage vor Beginn der French Open das Ende der Zusammenarbeit mit Magnus Norman erklärt, kommt überraschend. Es erinnert an die Trennung Roger Federers von Tony Roche, die dieser 2013 ebenfalls nach einer frühen Niederlage in Rom und vor dem French Open vom Australier bekannt gegeben hatte. Die Kommunikation habe nicht mehr funktioniert, hieß es später. Ob es auch zwischen Wawrinka und Norman zu Spannungen kam, ist unklar.

Mitten in der Vorbereitung auf Roland Garros hat Wawrinka am Mittag auf Instagram erklärt, die Trennung sei in gegenseitigem Einvernehmen erfolgt. «Nach acht großartigen Jahren zusammen haben wir uns entschieden, getrennte Wege zu gehen.» Der 35-jährige Lausanner betonte, wie wichtig der frühere Weltranglistenzweite und Paris-Finalist für ihn und seine Wandlung zum Champion war.

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Thank you ! After 8 great years together @swedennorman and I have decided to part ways by mutual consent. We have had a amazingly strong, enjoyable and hugely successful partnership. We reached the height of this sport together and I want to thank him for helping me win everything that I could ever dreamt of winning. He’s been a great coach, friend and mentor and will always be a dear friend. I want to publicly thank him for all his hard work dedication and commitment in making me a better player over the years. Winning 3 grand slams has been a life changing experience for me and I could not have done that without him. Wishing him all the best in his next chapter in his life ! ❤️

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«Ich möchte ihm danken»

«Wir hatten eine verblüffend starke, erfreuliche und sehr erfolgreiche Partnerschaft. Wir erreichten die Höhen dieses Sports gemeinsam, und ich möchte ihm danken, dass er mir half, alles zu gewinnen, von dem ich je träumen konnte», heißt es im Beitrag des 16-fachen Turniersiegers. Norman sei ein großartiger Coach, Freund und Mentor gewesen und werde auch immer ein guter Freund bleiben. «Ich möchte ihm öffentlich danken für all seine harte Arbeit, sein Hingabe und seine Anstrengungen, um mich über die Jahre zu einem besseren Spieler zu machen. Drei Grand-Slam-Turniere zu gewinnen war eine lebensverändernde Erfahrung, und ohne ihn hätte ich das nicht geschafft.» Er wünsche ihm alles Gute im nächsten Kapitel seines Lebens.

Wawrinka hatte unter Norman eine Wandlung vollzogen, die ihm kaum einer zugetraut hätte. Schon 2013, im ersten Jahr ihrer Zusammenarbeit, erreichte er erstmals die Halbfinales eines Grand-Slam-Turniers (New York) und qualifizierte sich für das ATP-Finale, was ihm fünf Jahre hintereinander gelingen sollte. Höhepunkte waren seine Majortitel in Australien 2014, bei den French Open 2015 und den US Open 2016, im Jahr darauf stand er noch einmal im Finale von Roland Garros.

Magnus Norman (links) und Stan Wawrinka – ein Team, das passte.

2017 folgte die erste schwere Knieoperation Wawrinkas und im Oktober dieses Jahres kam es bereits einmal zu einer Trennung von Norman. Der Schwede, der in Stockholm mit einigen Partnern eine große Tennisakademie führt, kehrte im Juni 2018 aber an die Seite Wawrinkas zurück. Ein Jahr später erweiterte Wawrinka seine Entourage mit dem südamerikanischen Coach Daniel Vallverdu, der einst Andy Murray betreut hatte und sich zuletzt gemeinsam mit Norman um ihn kümmerte.

Wawrinka (ATP 17) hatte zuletzt auf das US Open verzichtet und sich in Challengerturnieren auf Sand vorbereitet. In Rom scheiterte er vergangene Woche schon im Startspiel am Italiener Lorenzo Musetti.

(L'essentiel/René Stauffer)

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