NFL

19. Oktober 2020 12:58; Akt: 19.10.2020 13:13 Print

Brady und die Buccs bezwingen die Packers

Nach sechs Spielen haben die Tampa Bay Buccaneers vier Mal gewonnen und zwei Mal verloren. Der unerwartete Sieg gegen die Green Bay Packers am Sonntag könnte ein Wendepunkt sein.

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Tom Brady hatte richtig gute Laune. Zum ersten Mal seit seinem Wechsel zu den Tampa Bay Buccaneers war dem Quarterback mit seiner neuen Football-Mannschaft ein richtig gutes Spiel gelungen - und das passenderweise im vielbeachteten Aufeinandertreffen mit den zuvor ungeschlagenen Green Bay Packers um deren Spielmacher Aaron Rodgers. 38:10 zeigte die Anzeigetafel im heimischen Raymond James Stadium in Florida am Sonntag (Ortszeit) und der 43 Jahre alte Superstar konnte sich trotz Corona sogar von ein paar tausend Fans feiern lassen. Weil zudem sein Kumpel Rob Gronkowski erstmals seit seinem Comeback in der NFL einen Touchdown erzielte, wirkte es ein wenig so wie zu den guten alten Zeiten bei den New England Patriots.

«Er hat großartig gespielt», sagte Brady über den Mann, dem er zum 79. Mal einen Touchdown-Pass zuwarf - nur drei Duos aus Quarterback und Tight End kommen auf eine bessere Ausbeute. «Ich denke Tom und Rob hatten eine großartige Verbindung», lobte Buccaneers-Trainer Bruce Arians.

«Gronk» fängt den Ball in der Endzone

20 Jahre lang hatte Brady für die Patriots gespielt, den größten Teil davon dominierte sein Team die National Football League, kam neun Mal in den Super Bowl und holte den Titel sechs mal. Kein Quarterback in der NFL-Geschichte hat mehr Erfolge als Brady. Doch als er sich im Frühjahr zum Abschied entschloss und schließlich bei den Buccaneers unterschrieb, sorgte das für Stirnrunzeln - ein neues System, ein neuer Trainer und dann auch noch ein Team, das im Ruf eines Verlierers stand? Das machte für viele Experten keinen Sinn, war Brady doch jahrelang neben seinem Umfeld auch das Gewinnen gewohnt.

Und tatsächlich: Der Saisonstart war holprig. Drei Siege bei zwei Niederlagen hatten die Bucs vor dem Duell mit den Packers angesammelt, Brady war mit ungewohnten Interceptions und einem verwirrten Gesichtsausdruck am vergangenen Wochenende aufgefallen. Auch Gronkowski, der seine Karriere schon beendet hatte und zum Wrestling gegangen war, schien sein altes Niveau nicht mehr erreichen zu können. Rodgers in Bestform kam daher mit seinem Team als klarer Favorit - und ging dennoch als klarer Verlierer vom Feld. Aus einem 0:10-Rückstand machten die Buccaneers mit Brady und Gronkowski in entscheidenden Rollen einen 38:10-Sieg.

«Schon im Training hat es zuletzt gut funktioniert», sagte Gronkowski dem TV-Sender Fox. Seit Dezember 2018 hatte er keinen Touchdown mehr erzielt – musste bei seinem üblichen Jubel aber einen Kompromiss eingehen. Den Ball mit voller Wucht auf den Boden werfen, ist sein inzwischen oft kopiertes Markenzeichen, für den ersten Touchdown beim neuen Team hatte er ein «Monster» angekündigt. Aber: «Der Schmetterball war kein Monster. Ich musste mit links werfen, weil mein rechter Arm etwas schmerzt.» Wie zuvor schon Brady, als er vom Spielfeld joggte, grinste Gronkowski und wirkte glücklich. «Die Dinge klappen langsam.»

NFL, 6. Spieltag:

New England Patriots – Denver Broncos 12:18
Tennessee Titans – Houston Texans 42:36 (n.V.)
Philadelphia Eagles – Baltimore Ravens 28:30
Minnesota Vikings – Atlanta Falcons 23:40
Pittsburgh Steelers – Cleveland Browns 38:7
Indianapolis Colts – Cincinnati Bengals 31:27
Jacksonville Jaguars – Detroit Lions 16:34
Carolina Panthers – Chicago Bears 16:23
New York Giants – Washington Football Team 20:19
Miami Dolphins – New York Jets 24:0
Tampa Bay Buccaneers – Green Bay Packers 38:10
San Francisco 49ers – Los Angeles Rams 24:16
Buffalo Bills – Kansas City Chiefs (23 Uhr)
Dallas Cowboys – Arizona Cardinals (2.15 Uhr)

(L'essentiel/dpa)

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