Coronavirus – 1,3 Millionen in Quarantäne in Großbritannien
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Coronavirus1,3 Millionen in Quarantäne in Großbritannien

Omikron wütet auf der Insel weiterhin beinahe ungebremst. Im Gesundheitsbereich wird die Lage wird immer ernster – doch die Regierung bewegt sich bislang nicht.

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In Großbritannien droht der Kollaps: 1,3 Millionen Menschen sitzen derzeit in der Quarantäne

In Großbritannien droht der Kollaps: 1,3 Millionen Menschen sitzen derzeit in der Quarantäne

imago images/ZUMA Press
Die aktuelle Omikron-Welle führt zu immer größer werdenden Problemen.

Die aktuelle Omikron-Welle führt zu immer größer werdenden Problemen.

AFP
Aufgrund der vielen Infizierten zurzeit drohen Engpässe im Gesundheitswesen.

Aufgrund der vielen Infizierten zurzeit drohen Engpässe im Gesundheitswesen.

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Hohe Infektionszahlen in der Omikron-Welle der Corona-Pandemie führen in Großbritannien immer mehr zu Personalmangel und Versorgungsengpässen in Krankenhäusern und anderen Bereichen. Wie die Verwaltung des Großraums Manchester am Mittwoch ankündigte, sollen nicht dringende Operationen in den Krankenhäusern der Region vorerst aufgeschoben werden. Nicht betroffen seien Krebs-, Herz- und Gefäßerkrankungen sowie Transplantationen, hieß es in der Mitteilung.

Hauptgrund für die Entscheidung sei vor allem das «hohe und steigende» Niveau des Personalmangels. Demnach sind etwa 15 Prozent der Mitarbeiter in den Krankenhäusern der Region derzeit an Covid-19 erkrankt oder in Quarantäne. Auch in anderen Teilen des Landes riefen Krankenhausträger in den vergangenen Tagen den Katastrophenfall aus.

Wie die «Daily Mail» berichtet sind bereits 1,3 Millionen Menschen in Isolation. Die Lage ist so dramatisch, dass es in ganz England zu Müll-Anhäufungen an Straßenrändern kommt, weil die dafür zuständigen Müllabfuhren nicht mehr genug Personal zur Verfügung haben.

Boris Johnson wehrt sich weiterhin gegen Verschärfungen

Berichten zufolge wollte die Regierung in London noch am Mittwoch eine Änderung der Testregeln ankündigen. Demnach soll kein PCR-Test zur Bestätigung einer Infektion nach einem positiven Antigen-Test mehr notwendig sein, um eine verpflichtende Isolation auszulösen. Das soll die Isolationszeit verkürzen und die hohe Nachfrage nach PCR-Tests verringern.

Premierminister Boris Johnson musste inzwischen eingestehen, dass der Gesundheitsdienst NHS unter «erheblichem Druck» steht. Trotzdem lehnt er eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen ab. Er begründet das damit, dass die hohen Infektionszahlen bislang nicht zu einer ähnlich hohen Zahl an Krankenhauseinweisungen führen.

Am Dienstag wurden in Großbritannien mehr als 218’000 Neuinfektionen gemeldet. In diesem Wert sind einige Nachmeldungen der vergangenen Tage enthalten.

(L'essentiel/DPA/pme)

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