Klima Biergerrot – 100 Bürger wollen das Klima verändern
Publiziert

Klima Biergerrot100 Bürger wollen das Klima verändern

LUXEMBURG – Ab Samstag wird der «Klima Biergerrot» sechs Monate lang Vorschläge zum Klimaschutz ausarbeiten.

Der Startschuss für das Projekt wird am Samstag online gegeben.

Der Startschuss für das Projekt wird am Samstag online gegeben.

Die Frage lautet: «Kann und will Luxemburg im Kampf gegen die globale Erwärmung mehr tun? Und wenn ja, wie?». Sechs Monate Zeit zur Ausarbeitung, das ist die Herausforderung, die die Regierung den 100 Mitgliedern des Bürgerbüros für das Klima stell. Die Antworten sollen anschließend in der Chamber diskutiert werden, so Premierminister Xavier Bettel (DP).

Der Startschuss für das Projekt wird am Samstag online gegeben. Joëlle aus Biwer ist eine der 100 Freiwilligen, die aus 1100 Bewerbungen über TNS Ilres ausgewählt wurden. Die Doktorin der Geschichte an einer deutschen Universität, sagt, sie sei «neugierig, wie das Ganze ablaufen wird». Bisher wisse sie allerdings wenig darüber, wie der Austausch organisiert werden soll.

« Verkehr ist das größte Problem im Land »

Ursprünglich waren fünf Sitzungen in sechs Monaten geplant, aber das Staatsministerium legte Wert darauf, «eine flexible Struktur» vorzuschlagen. «Ich kann mir vorstellen, dass wir Online-Diskussionsgruppen einrichten werden», sagte Joëlle, für die der Verkehr das größte Problem im Land sei. Empfänglich sei sie für die Frage der «erneuerbaren Energien».

Unter den 100 Mitgliedern sind Luxemburger, Ausländer, Doppelstaatler und Grenzgänger vertreten. Geschlecht, Alter, Erwerbstätigkeit (oder Nichterwerbstätigkeit) und Bildungsniveau wurden berücksichtigt. Die Auswahl unter Freiwilligen könnte dennoch als Verzerrung angesehen werden. «Um möglichen Druck zu vermeiden», werden die Namen nicht bekannt gegeben, so das Staatsministerium. Die Mitglieder werden mit 125 Euro pro Sitzung entschädigt, der gleiche Betrag, der für die Abgeordneten in den Ausschüssen festgelegt wurde.

Joëlle ist freut sich ihren Angaben nach darauf, an der neuen Erfahrung der partizipativen Demokratie teilzunehmen, und hofft, dass die Vorschläge nicht ungehört bleiben. Sie plädiert insbesondere für «eine gerechte Gesellschaft, in der jeder Zugang zu hochwertigen Lebensmitteln hat», und hofft, ihre Erfahrungen in die Gruppe einbringen zu können. Dieses öffentliche Engagement «wird einen gewissen Druck auf die Regierung ausüben», meint sie.

Auftaktkonferenz, Samstag, 14 Uhr, www.klima-biergerrot.lu

(nm/L'essentiel)

Deine Meinung