Justiz – 15 Straftäter tragen eine elektronische Fußfessel
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Justiz15 Straftäter tragen eine elektronische Fußfessel

LUXEMBURG – Nach Angaben des Justizministeriums tragen derzeit 15 Personen eine elektronische Fußfessel. Die Maßnahme würde als Alternative zur Haft «sehr positiv» bewertet.

Eine elektronische Fußfessel wird in Luxemburg als Alternative zur Haft «sehr positiv» bewertet.

Eine elektronische Fußfessel wird in Luxemburg als Alternative zur Haft «sehr positiv» bewertet.

AFP/Archives

Luxemburg hält an der elektronischen Fußfessel als Alternative zur Haftstrafe fest. Dies geht aus einer Antwort von Justizministerin Sam Tanson (Déi Gréng) auf Anfrage des Abgeordneten Léon Gloden (CSV) hervor. Die Maßnahme, die für Strafen von bis zu drei Jahren Gefängnis möglich ist, würde als «sehr positiv» bewertet, sagte Justizministerin Sam Tanson. Das Tragen einer elektronischen Fußfessel sei demnach auch am Ende einer Haftstrafe möglich. Derzeit würden 15 Personen im Großherzogtum eine zu tragen.

Zwischen dem 1. Januar und dem 1. Juni diesen Jahres wurden demnach sieben Personen zum Tragen einer elektronischen Fußfessel verdammt. In den vergangenen fünf Jahren schwankte die Zahl der Fußfessel-Träger stetig zwischen 34 und 51. Von den letzten 209 Trägern wurden 108 bedingt aus der Haft entlassen, während 92 gar nicht ins Gefängnis mussten. Die neun anderen hatten Anspruch auf eine Strafaussetzung wegen guter Führung.

Die Richter verhängten die elektronische Fußfessel bei Eigentumsdelikten (31 Prozent der Fälle), bei Straftaten gegen Personen (26 Prozent) und bei Drogendelikten (18 Prozent). Noch ist die Fußfessel nicht für Personen angedacht, die wegen häuslicher Gewalt verurteilt wurden – dies würde aber diskutiert, sagte die Ministerin.

(jg/L'essentiel)

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