Für guten Zweck – 17-Jähriger erläuft 8750 Euro «Stundenlohn»

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Für guten Zweck17-Jähriger erläuft 8750 Euro «Stundenlohn»

DOMMELDINGEN – Am Technischen Lyzeum sind 200 Schüler eine Stunde lang für den guten Zweck gelaufen. Bei der Suche nach Sponsoren war ein Schüler besonders erfolgreich.

Frank Goebel

«It’s the Final Countdown!», schallt es am Donnerstagvormittag vom Schulhof des Lycée Technique Privé Emile Metz (LTPEM) über die Straße in Dommeldingen. In dem Technischen Lyzeum wird heute offensichtlich kein normaler Unterricht gegeben, sondern ein Sportevent der besonderen Art veranstaltet: Einige Dutzend Schüler laufen, meist in kleinen Gruppen, um das Schulgebäude herum – und trotz der Anstrengungen bei hohen Temperaturen sind die meisten noch lange nicht angezählt. Von wegen «final Countdown»: Sie wollen für den guten Zweck eine Stunde durchhalten. Zuvor haben sie nämlich im näheren und weiteren Bekanntenkreis nach Sponsoren gesucht, die diese Anstrengung mit einer Spende honorieren.

Über 300 Sponsoren gefunden

Die Verbindung von sozialem und sportlichem Einsatz findet zum 22. Mal an der Schule statt. Letztes Jahr kamen rund 8000 Euro für soziale Zwecke zusammen. «Das wird dieses Jahr aber deutlich übertroffen», freut sich der Lehrer Claude Heck. «Denn einer unser Schüler alleine hat schon so viele Sponsorengelder gesichert!» Es ist der 17-jährige Max Weber, der nach dem Stundenlauf nur etwas aus der Puste ist, aber sichtlich stolz mit L’essentiel spricht: «Ich habe für 8750 Euro Sponsorengelder gesammelt», sagt der Zwölftklässler. Von den Vordrucken, auf denen sich jeweils 20 Sponsoren eintragen konnten, hat er gleich 17 Stück gebraucht: Insgesamt hat er 322 Sponsoren in die Pflicht genommen: in der Familie, im Bekanntenkreis, aber auch bei Firmen hat er sich dafür eingesetzt. «Ende März habe ich angefangen, zu suchen.»

8750 Euro – kein schlechter Stundenlohn für einen 17-Jährigen. Der wird später vielleicht nicht ganz so viel verdienen, schlecht laufen sollte es für Max aber auch nicht: Bevor er sich an ein Diplom machen will, steht aber erst einmal der Abschluss als Energieelektroniker an. «Schon schade, dass es das letzte Jahr ist. Ich war auf der Schule wirklich sehr zufrieden.»

Dieses Jahr wird mit dem Stundenlauf der schuleigene Sozialfonds unterstützt. Außerdem der Verein «Eng Hand fir ALL Kand» und die «Kindernothilfe Luxembourg».

(Frank Goebel/L’essentiel)

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