Nach drohendem Dammbruch – 188.000 Anwohner dürfen nach Hause

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Nach drohendem Dammbruch188.000 Anwohner dürfen nach Hause

Nach einer groß angelegten Evakuierung in Kalifornien dürfen die Anwohner am Oroville-Stausee zurück in ihre Wohnungen. Doch die Gefahr ist noch nicht gebannt.

Die für den Oroville-Stausee zuständigen Behörden in Nordkalifornien haben Entwarnung gegeben: Nach einer Maßenräumung durften Anwohner in der Region am Dienstag zurück nach Hause. Betroffen seien rund 200 000 Menschen, sagte der Sheriff von Butte County, Kory Honea. Doch sie sollten in Alarmbereitschaft bleiben, falls sich die Situation wieder ändere.

Das Risiko, das ein notdürftig errichteter Abflusskanal des Damms zusammenbreche, habe sich deutlich reduziert, sagte Honea. Aus dem See hinter dem Oroville-Damm sei genug Wasser gepumpt worden – der Abflusskanal könne die Wassermassen eines herannahenden Sturms auffangen. Dennoch forderte er die Bewohner auf, «wachsam» zu sein. Die Aussicht, dass die Gegend erneut evakuiert werden müsse, bestehe weiter.

40 Stunden Regenfall

Der Sheriff erklärte, die Einsatzkräfte hätten das Wasser vor allem durch einen vorher bereits beschädigten Damm abfließen lassen. Arbeiten würden zudem an dem wegen des Lecks notdürftig errichteten zweiten Abflusskanal durchgeführt – Steine und Zement sollten ihn für künftige, starke Regenfälle instand setzen.

Der Damm befindet sich rund 240 Kilometer nordöstlich von San Francisco. Der Stausee war in den vergangenen Tagen durch Regen und Schneeschmelze zum Bersten gefüllt. Fast 40 Stunden andauernde, heftige Regenfälle hatten zudem den Not-Abflusskanal stark abgetragen.

(L'essentiel/foa)

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