Frankreich: 20 Jahre Haft für Serienvergewaltiger in Frankreich gefordert

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Frankreich20 Jahre Haft für Serienvergewaltiger in Frankreich gefordert

Im Prozess gegen einen berüchtigten Serienvergewaltiger in Frankreich hat die Staatsanwaltschaft eine 20-jährige Haftstrafe gefordert.

This court sketch made on June 10, 2022 shows Dino Scala (R) and his lawyer Margaux Mathieu (L) on the opening of his trial at Douai's courthouse, northern France. - Thirty years of rape and sexual assault, 56 victims aged 13 to 48: the trial of Dino Scala opens on June 10, 2022 before the Assizes of the North, for a course, partly assumed, of serial rapist, from 1988 to 2018 Dino Scala, 61, is appearing until July 1 for 17 rapes, 12 attempted rapes and 27 assaults or attempted sexual assaults. (Photo by DENIS CHARLET / AFP) / ----IMAGE RESTRICTED TO EDITORIAL USE - STRICTLY NO COMMERCIAL USE-----

Dino Scala (R) und seine Anwältin Margaux Mathieu (L) während des Gerichtverfahrens in Douai, Nordfrankreich. Dem Angeklagten werden mindestens 56 Vergewaltigungen vorgeworfen.

AFP

Im Prozess gegen einen berüchtigten Serienvergewaltiger in Frankreich hat die Staatsanwaltschaft eine 20-jährige Haftstrafe gefordert. Die Anklage beantragte damit am Donnerstag in Douai die Höchststrafe für den 61-jährigen Familienvater. Der frühere Hausmeister und Trainer eines örtlichen Fußballvereins soll sich über einen Zeitraum von 30 Jahren an 56 Mädchen und Frauen vergangen haben.

Der 61-Jährige müsse für alle diese Taten zur Rechenschaft gezogen werden, sagte Staatsanwalt Antoine Berthelot. «Wir sind der festen Überzeugung, dass er der Täter ist.» Der Angeklagte räumt 40 der ihm zur Last gelegten Taten ein. Angesichts der «extremen Gefährlichkeit» des 61-Jährigen und seiner Fähigkeit, «sich zu verbergen», sei es nötig, die Gesellschaft so lange wie möglich vor ihm zu schützen, sagte Berthelot.

Dem Angeklagten werden 17 Vergewaltigungen, zwölf versuchte Vergewaltigungen sowie 27 weitere verübte oder versuchte sexuelle Übergriffe in den Jahren 1988 bis 2018 zur Last gelegt. Die Opfer waren zum Tatzeitpunkt zwischen 13 und 48 Jahre alt. Alle Taten ereigneten sich im Umkreis von etwa 30 Kilometern in der Nähe des französisch-belgischen Flusses Sambre. Der Vater von fünf Kindern wurde 2018 durch Aufnahmen einer Überwachungskamera überführt und festgenommen.

Der Täter sei «unermüdlich auf der Jagd nach Frauen und Mädchen» gewesen und habe «abscheuliche Taten mit unerhörter Gewalt» begangen, sagte Berthelots Kollegin Annelise Cau. Sie verwies auf die Fehler während der 30-jährigen Ermittlungen und beklagte die «skandalöse» Behandlung einiger Klägerinnen, denen «nicht geglaubt wurde» und die jahrelang «allein gelassen» worden seien.

(AFP)

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