Demo in Luxemburg – 2000 Personen setzen Zeichen gegen Terror

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Demo in Luxemburg2000 Personen setzen Zeichen gegen Terror

LUXEMBURG – Hunderte Demonstranten haben am Sonntagnachmittag im Zentrum der Hauptstadt der Opfer der Terroranschläge von Paris gedacht.

L'essentiel

Die tödlichen Anschläge in Frankreich sorgen auch in Luxemburg seit Tagen für eine Welle der Solidarität. Nach zwei Kundgebungen am Mittwoch und Donnerstag gingen am Sonntagnachmittag bei der Gëlle Fra in der Hauptstadt ungefähr 2000 Menschen auf die Straße, um ein Zeichen gegen Terror zu setzen. Die großherzogliche Polizei sprach von zirka 1000 Demonstranten.

Dieses Mal kam der Demo-Aufruf von der französischen Botschaft in Luxemburg. Die Polizei hatte für die Dauer der Kundgebung den Boulevard Franklin D. Roosevelt gesperrt. Vor Ort waren zahlreiche Plakate mit den Slogans «Je suis Charlie» oder «Ech sinn Charlie» sowie französische und luxemburgische Flaggen zu sehen. Viele Demonstranten hatten auch Bleistifte dabei – zum Gedenken an die getöteten Zeichner der Satirezeitschrift «Charlie Hebdo».

«Wir wollten unseren Kindern zeigen, was Solidarität bedeutet. Obwohl diese Ereignisse schwer zu verstehen sind, versuchen wir ihnen das Weltgeschehen näher zu bringen und sie zu guten Menschen werden zu lassen», erklärte Philippe in der Menge. Der Franzose, der im Großherzogtum lebt, wurde bei der Kundgebung in Luxemburg-Stadt von seiner Frau und seinen zwei Söhnen im Alter von elf und 13 Jahren begleitet. «Wir müssen zeigen, dass wir mehr sind als diese Idioten.» Nach einem Rundgang in der Innenstadt über die Grand-Rue trafen sich die Demonstranten erneut auf der Place de la Constitution, wo sich die Kundgebung dann nach 17 Uhr langsam auflöste.

(Séverine Goffin/L'essentiel)

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