Georgia, USA – 21-Jähriger tötet acht Menschen in Massagesalons

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Georgia, USA21-Jähriger tötet acht Menschen in Massagesalons

Bei Atlanta (USA) sind acht Menschen nach Schüssen in Massagesalons und Spas ums Leben gekommen. Vier der Todesopfer sollen Frauen asiatischer Herkunft sein.

Acht Menschen sind am Dienstagnachmittag (Ortszeit) in drei verschiedenen Massagesalons im südlichen US-Bundesstaat Georgia innerhalb kurzer Zeit erschossen worden. Gut drei Stunden nach den Vorfällen in und um die Hauptstadt Atlanta nahm die Polizei den 21-jährigen Robert Aaron Long fest, wie US-Medien unter Berufung auf die Polizei berichteten.

Ein Tatort ist laut «CNN» der Salon «Young’s Asian Massage» in Acworth (Georgia) rund 50 Kilometer nördlich von Atlanta. Vier Menschen kamen dort am Dienstag gegen 17 Uhr (Ortszeit) ums Leben. Zwei Verletzte seien im Krankenhaus gestorben.

Die Polizei suchte daraufhin nach dem Verdächtigen Robert Aaron Long, der zum Zeitpunkt der Tat auf einem Überwachungsvideo zu sehen sein soll. Der mutmaßliche Todesschütze war ins Auto gesprungen und losgerast.


Suspect in a multiple shooting on Hwy 92 near Bells Ferry Rd. If anyone recognizes this suspect or his vehicle please call 911.Gepostet von Cherokee Sheriff's Office - Georgia am Dienstag, 16. März 2021

Zum «Gold Massage Spa» an der Piedmont Road in Atlanta wurde die Polizei wegen eines vermeintlichen Raubüberfalls gerufen. Die Beamten fanden dort drei Tote. Nicht weit davon entfernt, auf der gegenüberliegenden Strassenseite, sei dann in einem Aromatherapie-Spa noch eine weitere Tote aufgefunden worden, sagte der Polizeichef von Atlanta, Rodney Bryant.

«Er wirkte unschuldig und war ein bisschen ein Nerd»
Mindestens vier der Todesopfer sollen Frauen asiatischer Herkunft sein. Der erste Tatort in Acworth liegt ungefähr 30 Autominuten von den anderen beiden Spas entfernt.

Stunden später wurde Robert Aaron Long 240 Kilometer südlich von Atlanta festgenommen. Er steht unter dem dringendem Verdacht, der Todesschütze von allen drei Tatorten zu sein.

Über das Motiv wird nun gerätselt. In einem Instagram-Account, das laut US-Medien zu Long gehören soll, schrieb der 21-Jährige: «Pizza, Pistolen, Schlagzeug, Musik, Familie und Gott, das fasst mein Leben zusammen.» Robert Aaron Long war laut US-Medien Mitglied in der First Baptist Kirche.

Ein ehemaliger Schulkollege erinnert sich: «Er war sehr unschuldig und ein bisschen ein Nerd, er hat überhaupt nicht gewalttätig gewirkt», so der Schulfreund zur «dailybeast»

(L'essentiel/AFP/chk)

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