Deshaun Watson: 25 Zivilklagen – Quarterback wird «nur» 6 Spiele gesperrt

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Deshaun Watson25 Zivilklagen – Quarterback wird «nur» 6 Spiele gesperrt

Insgesamt 25 Zivilklagen wegen sexueller Belästigung waren gegen NFL-Star Deshaun Watson vorgelegen. Nach zahlreichen außergerichtlichen Einigungen kommt der Quarterback jetzt mit einer Mini-Strafe davon.

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Quarterback Deshaun Watson wird die ersten sechs Saisonspiele verpassen.

Quarterback Deshaun Watson wird die ersten sechs Saisonspiele verpassen.

AFP
Der 26-Jährige war erst im März zu den Cleveland Browns gewechselt.

Der 26-Jährige war erst im März zu den Cleveland Browns gewechselt.

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Wegen der Zivilklagen gegen ihn hatte er in der letzten Saison für die Houston Texans kein einziges Spiel bestritten.

Wegen der Zivilklagen gegen ihn hatte er in der letzten Saison für die Houston Texans kein einziges Spiel bestritten.

imago images/ZUMA Wire

Es ist ein Urteil, das noch viel zu reden geben wird. Quarterback Deshaun Watson wurde am Montag mit einer Sperre von sechs Spielen belegt – nachdem zeitweise insgesamt 25 Klagen wegen sexueller Belästigung gegen den 26-Jährigen hängig gewesen waren. Den Entscheid fällte eine von der Liga NFL sowie der Spielergewerkschaft NFLPA ernannte Gutachterin nach einer dreitägigen Anhörung.

Watson war erst im März von den Houston Texans zu den Cleveland Browns gewechselt und hatte dort einen Fünfjahresvertrag mit einem garantierten Jahresgehalt von 46 Millionen Dollar unterschrieben. Für sein altes Team hatte der NFL-Star in der vergangenen Saison kein einziges Spiel bestritten, nachdem sich die Anschuldigungen gegen ihn immer mehr gehäuft hatten.

23 außergerichtliche Einigungen

Insgesamt 25 Zivilklagen von Massage-Therapeutinnen standen im Raum. Watson soll bei Behandlungen auf verschiedene Arten sexuell übergriffig geworden sein. Zweimal verzichtete eine Geschworenenjury nach Anhörungen jedoch auf eine Anklage. Der Quarterback selbst bestritt die Vorwürfe stets. Mit 23 der 25 Frauen konnte sich Watson bis vergangenen Sonntag außergerichtlich einigen. Eine weitere hatte ihre Klage schon länger zurückgezogen.

Während die NFLPA die Liga aufforderte, das Urteil zu akzeptieren, könnte die NFL jedoch eine härtere Strafe fordern und deshalb noch Berufung einlegen. So oder so wird Watson mit einer verhältnismäßig sehr milden Strafe davonkommen. «Andere Fälle von nicht gewaltsamen Sexualdelikten wurden weit weniger hart bestraft als das, was die NFL in diesem Fall forderte», so die Urteilsbegründung.

17 Spielsperren wegen Wette

In den sozialen Medien herrscht bei den Fans dennoch großes Unverständnis für die kurze Sperre. Wide Receiver DeAndre Hopkins von den Arizona Cardinals wird beispielsweise die ersten acht Saisonspiele verpassen, weil er leistungssteigernde Substanzen genommen haben soll. Sein Positions-Kollege Calvin Ridley fehlte den Atlanta Falcons die komplette letzte Saison wegen einer Sperre (17 Spiele), nachdem er verbotenerweise auf einen Sieg seines eigenen Teams gewettet hatte.

(L'essentiel/law)

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