Natur in Luxemburg – 29-Jähriger ist Wächter über den Obersauer Stausee
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Natur in Luxemburg29-Jähriger ist Wächter über den Obersauer Stausee

ESCH/SAUER – Der 29-jährige Tom Schmit ist seit Juni Ranger im Naturpark Obersauer und hat alle Hände voll zu tun. Bei seiner Arbeit gleicht kein Tag dem anderen.

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Der 29-jährige Tom Schmit ist seit Juni Ranger des Naturparks Obersauer.

Der 29-jährige Tom Schmit ist seit Juni Ranger des Naturparks Obersauer.

L'essentiel/Nicolas Chauty
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Tom Schmit beginnt seinen Arbeitstag für gewöhnlich mit ein bisschen Büroarbeit in Esch/Sauer.

Tom Schmit beginnt seinen Arbeitstag für gewöhnlich mit ein bisschen Büroarbeit in Esch/Sauer.

L'essentiel/Nicolas Chauty

Tom Schmit ist Ranger des Obersauer Stausees. «Der Titel fasziniert die Leute», lächelt er, vermeidet es aber die Bezeichnung vor anderen zu verwenden: «Sonst stellen sie mehr Fragen, das Gespräch zieht sich in die Länge und ich bin weniger effizient». Der 29-Jährige ist entschlossen und will seine Zeit «optimieren». Er ist nun sozusagen der Wächter des Naturparks Obersauer und ist bei mehreren Gemeinden angestellt. Sein Arbeitsplatz: das gesamte 230 Quadratkilometer große Gebiet im Norden des Landes.

Schmit ist kein Polizist, er kann auch keine Strafzettel ausstellen. Aber er hat eine Rolle als Führer für Wanderer und ist für die Sicherheit und Entwicklung des Gebiets verantwortlich. «Ich mache die Besucher auf die Sicherheit, die Natur und die Abfälle aufmerksam, ich leite sie an und erinnere sie an die Regeln», erklärt er im L'essentiel-Interview. Sein «Außendienstjob» brachte ihn vergangenen Sommer in Kontakt mit rund 16.000 Badegästen am Stausee. Dazu kommen noch hunderte Wanderer. Seine Arbeit kommt bei den Parkbesuchern gut an.

« Das ist genau das, was ich im Leben machen wollte »

«An den Stränden gab es weniger als zehn wirklich schwierige Situationen, während ich 440 Leute zur Ordnung rufen musste, vor allem wegen Missbrauchs von Grills», zieht der junge Mann Bilanz seiner ersten Saison. Nur wenige Male musste er die Polizei kontaktieren. Eine seiner frühesten Erinnerungen ist die Rettung eines Mannes mit Atembeschwerden auf einem Weg. Schmit griff ein und sorgte dafür, dass Krankenwagen und Rettungshubschrauber schnell anrücken konnten. Bei einer anderen Gelegenheit schlichtete der junge Ranger einen Streit zwischen einem Mann und einer Frau.

Tom Schmit beginnt seinen Arbeitstag für gewöhnlich mit ein bisschen Büroarbeit in Esch/Sauer, bevor er gegen Mittag an den See und in den Wald ausrückt. Kein Tag gleicht dem anderen. In diesem Sommer ist er durchschnittlich 21 Kilometer pro Tag gelaufen. «Das ist genau das, was ich im Leben machen wollte», erklärt der Naturliebhaber. Da der Winter naht und weitere Aufgaben anstehen, hat sich Schmit auch an andere Ranger in Naturgebieten in Deutschland und Österreich gewandt. «Ich möchte sehen, wie sie arbeiten, damit ich meine Arbeit weiter verbessern kann», erklärt er.

(nc/L'essentiel)

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