Senningerberg – 3,5 Hektar Wald müssen für Tram weichen
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Senningerberg3,5 Hektar Wald müssen für Tram weichen

LUXEMBURG - Minister Bausch verrät neue Details zur Straßenbahnlinie zwischen Kirchberg und Findel. Ein Blick auf den Streckenverlauf und die Fahrtzeiten.

20161013 luxembourg kirchberg visite officielle du nouveau tramsschapp sur le site de la lentille en présence du ministre francois bausch luxtram tram photo isabella finzi

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Editpress/Ifinzi

Für den Ausbau der Tramlinie vom Kirchberg bis zum Flughafen ist die Abholzung von rund 3,5 Hektar Wald notwendig. Das geht aus einer parlamentarischen Antwort von Infrastrukturminister François Bausch (Déi Gréng) an den CSV-Abgeordneten Marcel Oberweis hervor. Die Fläche entspricht ungefähr fünf Fußballfeldern.

Bausch kündigte noch festzulegende Ausgleichsmaßnahmen für die Rodung an. Um die «Optik» im Grünewald zu wahren, wird die Trasse keine Straßendecke bekommen und dafür mit Rasen begrünt werden.

Die doppelgleisige Strecke zwischen dem Tramsschapp beim Kreisel Serra und dem Flughafen Findel soll 2020 oder 2021 in Betrieb gehen. Läuft alles glatt, dann nimmt die Straßenbahn zu diesem Zeitpunkt bereits durchgängig vom Cloche d'Or bis zum Airport Passagiere mit. Bereits kommenden Dezember eröffnet der erste Abschnitt zwischen Roter Brücke und Luxexpo.

Die Strecke zum Findel verläuft auf einer Länge von vier Kilometern entlang der Autobahn A1 (siehe Karte). Zwischen dem Eingangstor zum Kirchberg und dem Flughafen beschleunigen die Straßenbahnen auf bis zu 70 km/h. Die Fahrt zwischen den beiden Stopps dauert somit nicht länger als sieben Minuten.

Die Tram überquert die A1 über eine Brücke, in etwa 150 Meter Entfernung vom Autobahnkreuz mit der A7. Dann geht es weiter entlang des Waldrands bis zur Unterführung unter der N1. Nächster Halt ist der P+R Héienhaff in Senningerberg. Dort wird ein Parkplatz für 4000 Autos errichtet, um den Pendlerstrom aus dem Osten aufzufangen. «Bitte alle aussteigen» heißt es dann an der Endstation, die am Osteingang des Flughafens liegt.

(Jörg Tschürtz/L'essentiel)

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