Belgien gegen Luxemburg – 30 Fanatics gegen ein ganzes Stadion

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Belgien gegen Luxemburg30 Fanatics gegen ein ganzes Stadion

GENK - Wenn am Montag Luxemburgs Fußball-Nationalmannschaft gegen Belgien spielt, müssen auch die Fans des Großherzogtums gegen eine Übermacht ankommen.

Nationalstürmer Maurice Deville will auch gegen den großen Favoriten Belgien treffen.

Nationalstürmer Maurice Deville will auch gegen den großen Favoriten Belgien treffen.

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Auf 30 Kehlen kommt es an. Auf sechzig Hände und eine paar Trommeln. Und das in einem Stadion mit vermutlich über 22'000 Menschen. Auf 30 Fußball-Anhänger kommt es an, ob die Roten Löwen spüren, dass sie unterstützt werden.

Das Freundschaftsspiel der luxemburgischen Fußball-Nationalmannschaft am Montag bei der belgischen Weltmeisterschafts-Auswahl ist ein besonderes. Anstoß ist um 20.15 Uhr in der «Cristal Arena» in Genk. Die Partie ist restlos ausverkauft. Oliver Pozzacchio ist dabei - und mit ihm seine M-Block Fanatics. Sie haben die Aufgabe, ihre National-Elf gegen den großen Favoriten nach vorne zu peitschen. Auch wenn sie zahlenmäßig klar unterlegen sein wird, versteht die Gemeinschaft des Fanclubs ihr Handwerk.

«Alle für Einen»

«Es sind immer wir, die bei Länderspielen den meisten Krach machen», sagt Pozzacchio. Dabei seien es immer die selben rund 30 Leute, die ihr Land im Stadion unterstützen. Das Besondere daran: Es sind Fans verschiedener Mannschaften der BGL, die sich für das Großherzogtum zusammentun. Oft reisen die M-Block Fanatics mit über hundert Personen zu den Spielen an, unterstützt von etlichen, weniger aktiven Fans. Nach Belgien fährt am Montag allerdings nur der «harte Kern».

Sogar Fans der rivalisierenden BGL-Teams Jeunesse Esch und CS Grevenmacher werden dann Schulter an Schulter im Fanblock stehen - keine Selbstverständlichkeit. «Natürlich sind nur die dabei, die die Rivalität auch mal ruhen lassen können», verrät Pozzacchio, der schon etliche Male die Busreisen zu den Auswärtsspielen organisiert hat.

«Trikot richtig nassmachen»

Gegen den WM-Teilnehmer sieht er seine Löwen nicht chancenlos: «Belgien ist eine große Nummer, aber wir haben schon oft gesehn, dass sich unsere Mannschaft gegen stärkere Gegner gut aus der Affaire gezogen hat.» Es bestehe zwar keine richtige Rivalität, aber ein Duell mit einem direkten Nachbarn sei besonders interessant. Dass am Montag insgesamt nur rund hundert Luxemburger im Stadion sein werden, sei «etwas schade».

Trotzdem: Die M-Block Fanatics werden alles geben. «Wir hoffen immer, dass sich die Spieler das Trikot richtig nass machen. Dann sind wir zufrieden», verrät Oliver Pozzacchio. «Ich freue mich sehr.»

(jm/L'essentiel)

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