Havarierte Yacht: 30 Kilogramm abgenommen – dieser Mann überlebte zwei Wochen auf hoher See

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Havarierte Yacht30 Kilogramm abgenommen – dieser Mann überlebte zwei Wochen auf hoher See

Zwei Wochen lang trieb Helmut W. im Atlantik, bis er gerettet werden konnte. Zehn Tage lang hatte er nichts mehr gegessen und 30 Kilogramm abgenommen.

von
Samira Kunz
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Der Oberösterreicher Helmut W. und seine drei Begleiter erlitten Schiffbruch im Atlantik.

Der Oberösterreicher Helmut W. und seine drei Begleiter erlitten Schiffbruch im Atlantik.

Wolfgang Pröhl
Das Vorsegel lag im Wasser – sie trieben zwei Wochen im Atlantik, bevor sie von der Crew eines Kreuzfahrtschiffs gerettet werden konnten.

Das Vorsegel lag im Wasser – sie trieben zwei Wochen im Atlantik, bevor sie von der Crew eines Kreuzfahrtschiffs gerettet werden konnten.

Wolfgang Pröhl
An Bord dessen war auch der Wiener Abenteuerreisende und Fachlektor Heinrich Pröhl. 

An Bord dessen war auch der Wiener Abenteuerreisende und Fachlektor Heinrich Pröhl. 

Wolfgang Pröhl

Vor über zwei Wochen erlitten ein Österreicher und drei Marokkaner Schiffbruch in der Nähe von Haiti. Sie hätten eine baufällige Yacht für ihren Auftraggeber überstellen sollen, doch sie scheiterten. Gerettet wurden sie von der Besatzung des Expeditions-Kreuzfahrtschiffes «World Voyager», das zurzeit im Atlantik unterwegs ist, wie die «Kronen Zeitung» berichtet. 

An Bord seien 118 Passagiere und 108 Besatzungsmitglieder, darunter auch der Wiener Wolfgang Pröhl. Er bezeichne sich selbst als Abenteuerreisender und sei Betreiber eines Miniaturmuseums. Auf dem Kreuzfahrtschiff hat er den Offiziersrang und ist Fachlektor.

Nach der Erstversorgung an Bord sind alle stabil

Als auf dem Schiff ein Notruf aus Port-au-Prince in Haiti eintraf, habe der Kapitän seine Route geändert, bis sie die havarierte Yacht erreichten. Die vier Männer waren in keinem guten Zustand – besonders dem 65-jährigen Helmut W. ging es schlecht. Seit zehn Tagen habe er nicht mehr gegessen und 30 Kilogramm abgenommen. Mit einem Schlauchboot seien sie zum Kreuzfahrtschiff gebracht worden.

«Hier an Bord erfolgte dann auch die Erstversorgung durch unseren Arzt sowie die Krankenschwester im schiffseigenen modernen Hospital», erzählt Pröhl. Nach der ersten Nacht fühle sich Helmut W. schon viel besser: «Ich fühle mich stabil.»

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