Der neue Han Solo – «3000 Leute wollten meinen Job»

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Der neue Han Solo«3000 Leute wollten meinen Job»

Alden Ehrenreich tritt in «Solo: A Star Wars Story» in die Fußstapfen von Harrison Ford. Gut, dass der Kalifornier schon als Kind lernte, den Millennium Falcon zu steuern.

Als vor zwei Jahren bekannt wurde, dass Alden Ehrenreich die Rolle des berühmten Space-Cowboys Han Solo übernehmen wird, wussten nur wenige, wie etabliert der Newcomer in Hollywood bereits war. «Solo» ist sein bisher größter Blockbuster-Job – in Berlin haben wir mit dem 28-Jährigen darüber gesprochen.

Alden, «Star Wars» ist einer der größten Filme aller Zeiten, du spielst eine Legende.

Ja, daran solltest du allerdings nicht denken, während du drehst.

Das heißt?

Es ging darum, Han nicht wie einen Heiligen zu behandeln und mich auf seine Figur zu konzentrieren, wie bei jedem anderen Film auch.

Wie viel Alden steckt in Han und andersherum?

Er ist etwas schnoddriger und prahlerischer als ich.

Als besonders tiefgründig gilt er ja nun nicht.

Ich glaube, das trügt. Eine von Hans besten Eigenschaften ist doch, wie menschlich und fehlbar er ist.

Der Trailer zum Film. (Video: Lucasfilm/Walt Disney)

Bist du ein Rebell, wie Han einer ist?

Nicht wirklich. Ich bin nicht der Typ, der sich der bloßen Rebellion wegen querstellt. Aber bei beruflichen und privaten Entscheidungen mache ich, was ich will. Das Leben ist zu kurz für alles andere.

Das klingt sehr entspannt. Hat Harrison Ford dich gecoacht?

Ich wünschte es, aber wir haben uns nur einmal zum Mittagessen getroffen und viel über seine Karriere und den Weg gesprochen, den er für sich geebnet hat. Ich bewundere, was er erreicht hat. Seinen Segen zu haben und zu wissen, dass er den Film unterstützt, war gut fürs Selbstvertrauen.

Man sagt, es hätten sich um die 2000 Leute um die Rolle beworben. Wie hart war der Kampf?

Ich habe einmal gehört, es seien sogar 3000 gewesen. Ich glaube, ich war der Allererste, der sich vorgestellt hat. Danach habe ich etwa sechs Monate lang immer wieder vorgesprochen.

Warum hat man sich für dich entschieden?

Das hat mir tatsächlich nie jemand erklärt.

Wie hast du reagiert, als die Zusage kam?

Ich konnte es kaum fassen, als man mich angerufen hat.

Bist du überhaupt ein «Star Wars»-Fan?

Ja, ich habe «Star Wars» schon als Kind geliebt. Ich hatte alle Action-Figuren und schaute mir alle Filme an.

Wie war es, im Millennium Falcon zu drehen?

Ich dachte, es würde die Sache noch viel surrealer machen. Aber als ich drin sass, fühlte sich alles sehr vertraut an. Vermutlich, weil ich als Kind schon tausendmal so getan habe, als ob. Der Film ist ja eh ein großer Kindertraum, der in Erfüllung geht: jeden Tag Raumschiffe und Aliens.

Welche «Star Wars»-Figur magst du neben Han am liebsten?

Yoda.

Warum?

Ich mag seine Weisheit und seinen Witz, wie er sehr tiefgründige und philosophische Ideen in simple Sätze verpackt. Und ich finde es interessant, eine Figur wie ihn in einem so kommerziellen amerikanischen Mainstream-Film zu haben.

«Solo: A Star Wars Story» läuft jetzt in den Kinos.

(L'essentiel/mel)

Zum Film: «Solo» spielt vor dem Original-«Star Wars», also bevor sich Han Solo (Alden Ehrenreich) und sein pelziger Sidekick Chewbacca (Joonas Suotamo) der Rebellion anschließen und das Galaktische Imperium bekämpfen. Das Spin-off zeigt, woher Han kommt, wie er Chewie kennenlernte und welches sein erster großer Job als Schmuggler war. «Solo» ist ein gelungenes Space-Piraten-Abenteuer und kommt leichtherziger als die anderen «Star Wars»-Filme daher – das tut der Filmreihe gut. (shy, Bild: Lucasfilm/Walt Disney )

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