Österreicherin: 33-Jährige hat in zehn Monaten zum zweiten Mal Krebs

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Österreicherin 33-Jährige hat in zehn Monaten zum zweiten Mal Krebs

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Sandra U. setzt ihre Hoffnung auf eine passende Stammzellen-Spende.

Sandra U. setzt ihre Hoffnung auf eine passende Stammzellen-Spende.

iStock/zVg

Der Schlag traf Sandra U. vergangenen Juli völlig unerwartet: «Ich war nie schlimm krank, aber plötzlich hatte ich eine schwere Bronchitis, die trotz Antibiotika nicht weggegangen ist. Ich fühlte mich dauernd schlapp. Schließlich wurde mein Blut untersucht, dabei kamen sehr schlechte Blutwerte zutage», erzählt die 33-Jährige in einem Interview mit Heute.at.

Bei der Österreicherin wurde daraufhin eine Rückenmarkspunktion durchgeführt – am 12. Juli 2021 erhielt Sandra U. die erschütternde Diagnose Akute Myeloische Leukämie (AML): «Ich wurde sofort stationär aufgenommen und durchlief fünf Chemozyklen. Schon nach der ersten war ich in kompletter Remission (es können keine Tumorzellen nachgewiesen werden, Anm.)», erzählt die alleinerziehende Mutter eines zweieinhalbjährigen Sohnes.

Sandra U. plante wieder zur Arbeit zu gehen

Anfang Dezember war die Behandlung schließlich abgeschlossen. Sandra U. erholte sich langsam und durchlief eine Reha. Ab März fühlte sich die diplomierte Wirtschaftsingenieurin wieder richtig fit und wollte am 1. Juli zu ihrem Arbeitsplatz zurückkehren: «Doch am 23. Mai wurden bei der routinemäßigen, monatlichen Blut-Untersuchung wieder schlechte Blutwerte festgestellt. Ein Punktion ergab, dass die Leukämie wieder zurück ist», so die 33-Jährige.

Für Sandra U. war die erneute Krebs-Diagnose ein Schock: «Man fällt in ein Loch, keiner steckt so etwas einfach weg. Aber ich gebe nicht auf, versuche, den Kopf oben zu halten», erzählt die Österreicherin. Am 24. Mai wurde die Alleinerzieherin daher wieder stationär im Klinikum Klagenfurt aufgenommen und wartet aktuell nun auf eine Chemotherapie.

Sandra ruft zur Stammzellen-Spende auf

Doch mit einer Chemotherapie allein ist es diesmal nicht getan: «Viele kriegen die Leukämie mit der ersten Chemo in den Griff – bei mir war es leider nicht so. Ich bin jetzt auf einen Stammzellen-Spender angewiesen», erklärt Sandra. Sie startete auf ihrer Facebook-Seite einen Aufruf, um Leute zur Stammzellen-Spende zu animieren.

Registrierung mittels Wangenabstrich

Sandra U. geht es dabei aber nicht nur um sich selbst, sondern um andere Leukämie-Kranke – vor allem Kinder –, denen mit einer Registrierung geholfen werden kann: «Es ist nur ein minimaler Aufwand, sich in die weltweite Datenbank aufnehmen zu lassen. Und auch die Spende selbst ist nicht so schlimm, wie es derzeit leider noch in vielen Köpfen verankert ist. Es ist nur ein kleiner Beitrag, den ich leisten kann, aber damit steigt die Chance, dass jemanden geholfen wird», sagt die 33-Jährige abschließend.

(L´essentiel/red)

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