Wisconsin – 34 Menschen driften auf Eisscholle davon
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Wisconsin34 Menschen driften auf Eisscholle davon

Die Polizeikräfte in Wisconsin hatten alle Hände voll zu tun: Nachdem in der Green Bay eine Eisscholle abgebrochen war, drifteten Dutzende Eisfischer auf den Lake Michigan heraus.

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Eine riesige Eisscholle mit 34 Personen brach am Samstag in der Green Bay vom Ufer ab.

Eine riesige Eisscholle mit 34 Personen brach am Samstag in der Green Bay vom Ufer ab.

Screenshot Video ABC7 Chicago
Betroffen waren vor allem Eisfischer.

Betroffen waren vor allem Eisfischer.

Screenshot Video ABC7 Chicago
Das Büro des Sheriffs musste die Menschen mit Airboats abholen.

Das Büro des Sheriffs musste die Menschen mit Airboats abholen.

Facebook/ Brown County Sheriff’s Office

«Es klang, als ob jemand einen Schuss abgefeuert hatte», berichtet Shane Nelson gegenüber ABC7 Chicago. Er war mit Kollegen in der Green Bay auf dem Lake Michigan am Eisfischen, als ein riesiges Stück Eis abbrach und sie sowie etliche andere Ausflügler und Ausflüglerinnen am Samstag um etwa 10.15 Uhr am Morgen auf den See hinaustrieben. «Wir gingen aus unserer Baracke, um nachzuschauen, und die Leute auf dem Eis schrien herum, dass wir abtreiben würden.»

Das zuständige Brown County Sheriff’s Office zählte 27 Menschen auf der Eisscholle, erhöhte diese Zahl aber später auf 34. Sofort wurde eine Rettungsaktion eingeleitet, denn der riesige Brocken trieb zusehends weiter ab. Während der Bergung der Menschen bewegte sich die Scholle über einen Kilometer weit in die Bucht hinaus und war bereits 1,5 Kilometer vom Ufer entfernt, als die Menschen geborgen werden konnten. Für die Aktion nutzten die Behörden sogenannte Airboats, die mit einem Luftpropeller auch übers Eis fahren können. Nach rund 90 Minuten waren alle «Schiffbrüchigen» gerettet, verletzt wurde beim Vorfall niemand.

«Wir glauben, dass ein Lastkahn kurz zuvor durch die Bucht gefahren war und dazu beigetragen hat, das Eis zu destablisieren», ließ das Sheriff’s Office später verlauten. Das Schiff hatte offenbar für den fatalen Riss im Eis gesorgt. «Obwohl die Scholle relativ stabil war, verschlechterte sich ihr Zustand rapide und bekam neue Risse, weil das offene Wasser gegen den Rand schlug», hieß es weiter.

(L'essentiel/trx)

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