360-Grad-Panorama – 40-Gigapixel-Bild mit Wow-Effekt

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360-Grad-Panorama40-Gigapixel-Bild mit Wow-Effekt

Mit seiner Roboter-Kamera hat Jeffrey Martin einen streng geschützten Ort in Prag fotografiert – und dabei die größte Indoor-Aufnahme der Welt geschaffen.

Aus 3000 Einzelfotos wurde ein interaktives Panoramabild zusammengesetzt. (Screenshot: 20 Minuten Online)

Aus 3000 Einzelfotos wurde ein interaktives Panoramabild zusammengesetzt. (Screenshot: 20 Minuten Online)

Das Projekt «360 Cities» zeigt die Möglichkeiten der Panorama-Fotografie in eindrücklichen Bildern. Das jüngste Beispiel stammt aus Prag, aus der historischen Bibliothek eines Klosters. Es handle sich um die größte Indoor-Aufnahme der Welt.

360 Cities stellt übers Internet interaktive Aufnahmen zur Verfügung, in die man mit wenigen Mausklicks eintauchen kann. Alles was es dazu braucht, sind eine passable Internet-Verbindung sowie ein Web-Browser mit installiertem Flash-Plugin. Im vergangenen Februar hat der Fotograf Jeffrey Martin seine Roboter-Kamera in der Bibliothek des Strahov-Klosters aufgebaut, wie wired.com berichtet. 42 000 historische, zum Teil kunstvoll verzierte Bücher sind darin untergebracht. Aus 3000 Einzelfotos hat Martin ein Riesenbild mit Massen von 280 000 Pixeln x 140 000 Pixeln zusammengefügt. Die 40-Gigapixel-Aufnahme umfasst 283 Gigabyte an Daten und würde ausgedruckt 23 Meter lang sein.

Geheimtüren im Büchergestell

Im Browser lassen sich auch kleinste Details gestochen scharf erkennen. Ein exklusiver Blick: Den Touristen bleibt der Zutritt zum in Wallnussholz gehaltenen Saal aus dem 18. Jahrhundert verwehrt. Es handle sich um den bislang größten Indoor-Dreh für ein interaktives 360-Grad-Panoramabild, schreibt wired.com. In der Bibliothek sei so ziemlich jedes wichtige Buch enthalten, das in Europa Ende des 18. Jahrhunderts erhältlich war. Es handle sich mehr oder weniger um das gesammelte menschliche Wissen jener Zeit. Der Fotograf konnte das Projekt nur dank Spezialbewilligung realisieren - und musste dabei spezielle Kleidung tragen. Wer sehr genau hinschaut, entdeckt vielleicht auch zwei hinter Büchergestellen verborgene Türen, die den Weg zu Geheimgängen freigeben.

(L'essentiel online mit dsc)

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