Spendenaktion – 50 Kisten Bier für ein «Halt die Fresse»

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Spendenaktion50 Kisten Bier für ein «Halt die Fresse»

Beim Länderspiel Deutschland gegen Argentinien rief ein Zuschauer «Halt die Fresse» in die Menge. Seine Art, eine Schweigeminute für die Opfer von Halle zu verteidigen.

Am 9. Oktober trug die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ein Testspiel gegen Argentinien (2:2) aus. Vor dem Anpfiff in Dortmund gab es zu Ehren der beiden Opfer des Anschlags in Halle eine Schweigeminute. Ein Fan stimmte trotzdem bereits die deutsche Nationalhymne an. Darauf rief ein erboster Zuschauer im Stadion: «Halt die Fresse.»

Letzterer Typ, der für seinen Ruf viel Applaus erntete, heißt Jens Jäkel. Er wurde von deutschen Medien interviewt und auch von jemandem erkannt, der ihn für seine Aussage belohnen wollte. Laut den Ruhr Nachrichten handelt es sich um einen Matthias. Den ganzen Namen wollte er nicht verraten.

Viel Bier und eine Kiste Sinalco

Jedenfalls startete dieser Matthias zwei Tage nach Jäkels Ruf auf Twitter eine Aktion. Er wollte dem «Halt die Fresse»-Rufer eine Kiste Bier zukommen lassen. Als «Schnapsidee zum Feierabend am Freitag», so der Gönner. Es meldeten sich weitere Personen, die bei der Aktion mitmachen wollten. Durch das gestiegene Interesse richtete Matthias beim Online-Bezahldienst PayPal einen Moneypool mit dem Namen «BEERSTORM für #HaltDieFresse» ein. Weiter schrieb er: «Lass uns den Bezirksligaverein, wo der Rufer spielt, mit Bier überfluten!»

Bei der Aktion, die von Freitag bis Sonntag dauerte, kamen etwas über 1000 Euro zusammen. «Das ist unfassbar», schwärmte Jäkel. Er bedankte sich bereits beim Initiator der Spendenaktion und freut sich auf ein großes Fest mit dem VfR Sölde, wo er als Verteidiger spielt. Angesicht des medialen Interesses ist der Betrag bescheiden. Dank der Spende kamen trotzdem 50 Kisten Bier und eine Kiste Sinalco zusammen.

(L'essentiel/heg)

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