Italien – 550 Bootsflüchtlinge im Mittelmeer gerettet
Publiziert

Italien550 Bootsflüchtlinge im Mittelmeer gerettet

Auf einem Flüchtlingsschiff von Lybien nach Italien sind fünf Flüchtlinge ums Leben gekommen. Sie sind vermutlich verdurstet.

Auf der Flucht von Libyen nach Italien gerettet: Ein kleiner Junge auf dem Boot der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen.

Auf der Flucht von Libyen nach Italien gerettet: Ein kleiner Junge auf dem Boot der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen.

MSF Sea

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen hat im Mittelmeer mehr als 550 Bootsflüchtlinge gerettet und nach Sizilien gebracht. Die Flüchtlinge seien von mehreren Booten geholt worden und am Montag nach Palermo gefahren worden, teilte die Organisation mit.

Auch die Leichen von fünf Flüchtlingen seien geborgen worden. «Fünf Tote sind mehr als eine Zahl. Eine war die Mutter dieses Kindes», kommentierte Ärzte ohne Grenzen im Kurznachrichtendienst Twitter das Bild eines kleinen Flüchtlingsjungen auf einem Schiffsdeck.

Tod durch Dehydrierung

Die Toten, vier Frauen und ein Mann, wurden demnach am Samstag auf einem Boot mit mehr als 110 Menschen an Bord entdeckt. Ersten Untersuchungen zufolge starben sie an Dehydrierung. Zwei weitere Insassen, die sich in einem kritischen Zustand befunden hätten, seien mittlerweile auf dem Weg der Besserung.

Überlebende berichteten den Angaben zufolge, das Boot habe Libyen nur 13 Stunden vor dem Rettungseinsatz in Richtung in Italien verlassen. In dieser Zeit hätten fünf Kinder an Bord einen Elternteil verloren.

Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) starben seit Jahresbeginn bereits mehr als 1900 Flüchtlinge bei der Überfahrt über das Mittelmeer. Rund 150.000 Menschen gelang demnach die Flucht.

(L'essentiel/ij/sda)

Deine Meinung