Rheinland-Pfalz – 59-Jähriger hält Giftpflanze für Bärlauch und stirbt
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Rheinland-Pfalz59-Jähriger hält Giftpflanze für Bärlauch und stirbt

Ein Mann aus Koblenz hat die Blätter der gefährlichen Herbstzeitlose mit Bärlauch verwechselt. Für den Mann, der noch in einem Krankenhaus behandelt wurde, kam jede Hilfe zu spät.

10.03.2020, Niedersachsen, Schaumburg: Ein Mann pfl�ckt B�rlauch im Naturschutzgebiet Kamm des Wesergebirges unterhalb der Schaumburg. (zu dpa: "Wegen des milden Winters: Der B�rlauch ist fr�h dran") Foto: Julian Stratenschulte/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

10.03.2020, Niedersachsen, Schaumburg: Ein Mann pfl�ckt B�rlauch im Naturschutzgebiet Kamm des Wesergebirges unterhalb der Schaumburg. (zu dpa: "Wegen des milden Winters: Der B�rlauch ist fr�h dran") Foto: Julian Stratenschulte/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

DPA/Julian Stratenschulte

Nach der Verwechslung von Bärlauch mit Blättern der gefährlichen Herbstzeitlose ist ein 59 Jahre alter Mann an den Folgen einer Vergiftung gestorben. Wie das Landesuntersuchungsamt (LUA) und die Polizei am Mittwoch mitteilten, hatte sich ein Ehepaar aus Vallendar im Landkreis Mayen-Koblenz am Dienstag vergangener Woche eine akute Vergiftung zugezogen und wurde in einem Krankenhaus behandelt.

Weil zunächst der Verdacht bestanden habe, die beiden hätten mit Viren oder Bakterien belastete Lebensmittel gegessen, seien Lebensmittel aus der Wohnung sichergestellt worden. Dabei sei eine Tüte mit grünen Blättern aufgefallen, die Bärlauch ähnelten, sich aber als Herbstzeitlose identifizieren ließen.

Ehefrau ist noch in stationärer Behandlung

Eine Analyse des Bluts der Betroffenen in der Klinik bestätigte letztlich den Verdacht. Für den Mann kam jede Hilfe zu spät, er verstarb noch am Dienstag vergangener Woche an den Folgen der Vergiftung. Die Frau befindet sich nach Angaben des LUA nach wie vor in stationärer Behandlung.

Nach Angaben des rheinland-pfälzischen Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum (DLR) lässt sich Bärlauch an langgestielten Blättern erkennen. Er zeichne sich zudem durch einen deutlichen Knoblauchgeruch aus. Die Blätter der Herbstzeitlosen wiederum hätten zwar eine gewisse Ähnlichkeit mit Bärlauch, seien aber nicht gestielt. Die Symptome einer Vergiftung mit Herbstzeitlosen äußern sich demnach zunächst in einem Brennen im Mund. Es folgen Schluckbeschwerden, Übelkeit und Erbrechen, oft verbunden mit blutigen Durchfällen.

(L'essentiel/dpa)

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