Ministeriumsangaben – 63 Polizeibeamte bei Angriffen verletzt

Publiziert

Ministeriumsangaben63 Polizeibeamte bei Angriffen verletzt

LUXEMBURG – In den Jahren 2019 und 2020 wurden über 60 Beamte der Police Grand-Ducale körperlich angegriffen und verletzt, wie die Minister Sam Tanson und Henri Kox schreiben.

Wer einen Polizeibeamten schlägt, riskiert eine Haftstrafe.

Wer einen Polizeibeamten schlägt, riskiert eine Haftstrafe.

Editpress

Das Luxemburger Strafgesetzbuch sieht Sanktionen für «jeden Angriff, Widerstand mit Gewalt oder Drohungen» gegen Amtsträger vor (Artikel 269 ff.). Polizeibeamte stehen dabei offenbar an vorderster Front, wie die Minister für Justiz und innere Sicherheit, Sam Tanson (Déi Gréng) und Henri Kox (Déi Gréng), in einer Antwort an den ADR-Abgeordneten Roy Reding darlegen. Demnach seien 2019 219 Anzeigen eingegangen, 2020 292. Zwischen 80 und 90 Prozent der Fälle seien als «Beamtenbeleidigung» eingestuft worden, doch körperliche Angriffe auf Polizisten habe es auch gegeben.

2019 seien 43 Beamte durch körperliche Angriffe verletzt worden und 20 im Folgejahr, gaben die Minister an. Ihrem Kenntnisstand nach sei jeder dieser Polizeibeamten nach dem Angriff auf seinen Posten zurückgekehrt.

56 Verurteilungen in zwei Jahren

Von den insgesamt 511 Anzeigen, die in den beiden Jahren eingingen, seien 88 strafrechtlich verfolgt worden. Letztlich habe es 56 Verurteilungen gegeben. Beamtenbeleidigung kann mit einer Freiheitsstrafe von acht Tagen bis zu einem Monat und einer Geldstrafe von 251 bis 2000 Euro bestraft werden (Artikel 276 des Strafgesetzbuchs).

Wer einen Polizeibeamten schlägt, kann mit einem Monat bis zu einem Jahr Gefängnis und einer Geldstrafe von 500 bis 3000 Euro bestraft werden. «Wenn die Schläge Blutvergießen, Verletzungen oder Krankheiten verursachen», kann die Strafe höher ausfallen: bis zu zwei Jahre Gefängnis und eine Geldstrafe von bis zu 5000 Euro.

(mc/L'essentiel)

Deine Meinung