Luxemburg – 70 Prozent der Elfjährigen sind schon online

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Luxemburg70 Prozent der Elfjährigen sind schon online

LUXEMBURG – Mit Beginn des neuen Schuljahres werden viele Kinder ihre Smartphones in ihren Schultaschen mit sich führen. Aber wie werden sie eingesetzt?

Wenn man Kinder und Jugendliche befragt, geben sie an, dass sie mit Freunden und Verwandten chatten, Videos ansehen und das Leben ihrer Lieblingsstars verfolgen.

Wenn man Kinder und Jugendliche befragt, geben sie an, dass sie mit Freunden und Verwandten chatten, Videos ansehen und das Leben ihrer Lieblingsstars verfolgen.

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Im Jahr 2021 haben 87 Prozent der Elf- und Zwölfjährigen ein Smartphone. Eine aussagekräftige Zahl, die aus dem Datamind-Bericht «Trends 2021 in Zahlen» hervorgeht – also quasi neun von zehn Kindern. In Luxemburg, wie auch sonst in Europa steht der Beginn des Schuljahres daher mehr denn je im Zeichen der Technik. Laut der KIM-Studie, die von Bee Secure im Großherzogtum veröffentlicht wurde, erhalten Kinder ihr erstes Smartphone im Alter von neun Jahren. 69 Prozent der Sechs- bis 13-Jährigen wissen es auch ohne elterliche Aufsicht zu nutzen. Und es ist kein Geheimnis, dass das Gerät nicht nur dazu dient, um die Mutter anzurufen, wenn sie von der Schule abgeholt werden sollen.

Konkret haben also mehr als sieben von zehn Kindern zwischen elf und 14 Jahren mindestens ein Konto in sozialen Netzwerken. Datamind weist darauf hin, dass Mädchen in diesem Alter noch aktiver sind als Jungen. Zwischen 15 und 18 Jahren sind fast alle in dem einen oder anderen sozialen Netzwerk registriert. Wenn man Kinder und Jugendliche befragt, geben sie an, dass sie mit Freunden und Verwandten chatten, Videos ansehen und das Leben ihrer Lieblingsstars verfolgen. Manchmal sollen sogar Informationen über Unterricht und Hausaufgaben ausgetauscht werden.

Ein Effekt der Pandemie

Die von luxemburgischen Kindern und Teenagern zwischen zwölf und 19 Jahren am meisten genutzten Apps sind WhatsApp (82 Prozent), Instagram (46 Prozent) und YouTube (31 Prozent). Aber auch Snapchat und Tiktok verzeichneten bei den Nutzern ab 15 Jahren einen der stärksten Zuwächse im vergangenen Jahr. Gleichzeitig nimmt das Interesse an Facebook bei den jüngsten Nutzern deutlich ab, auch wenn der Messenger noch genutzt wird. Kinder und Jugendliche geben aber auch an, sich über aktuelle Marken zu informieren.

Die Nutzung der Technologie hat sich jedoch weiterentwickelt und ist in den vergangenen Monaten aufgrund der Gesundheitskrise noch wichtiger geworden. Beobachtern zufolge ist die tägliche Internetnutzung 2020 um etwa 26 Prozent gestiegen, was auf den Lockdown und die Schließung von Schulen zurückzuführen ist. Laut Bee Secure verbrachten junge Menschen im vergangenen Jahr durchschnittlich 258 Minuten pro Tag online. 2019 waren es noch 205 Minuten.

Wenn der Trend nicht rückläufig ist, warnt Bee Secure Luxemburg zu Beginn des Schuljahres, dass Eltern ihre Kinder bei der Nutzung der Apps und in den sozialen Netzwerke beobachten sollten. Denn Hassbotschaften, Fake News und Beleidigungen werden nicht mit dem Ende des Sommers verschwinden.

(L'essentiel)

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