Todes-Kühlwagen – 71 tote Flüchtlinge – ein Schlepper packt aus

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Todes-Kühlwagen71 tote Flüchtlinge – ein Schlepper packt aus

Der LKW mit 71 toten Flüchtlingen in Österreich erschütterte vor einem Jahr Europa. Jetzt hat ein Schlepper der Bande mit deutschen Medien geredet.

71 Menschen starben am 27. August 2015 in einem LKW, der an der österreichischen Autobahn abgestellt wurde. Und es hätten noch viele mehr sein können, wie es in einer TV-Dokumentation heißt, die an diesem Dienstagabend um 23.30 Uhr in der ARD gezeigt wird. Ilmaz A. gehörte zu dem Schleppernetzwerk, das für diese Fahrt verantwortlich war. Er hat als erstes Mitglied des Netzwerks mit Journalisten gesprochen, wie Focus berichtet.

Ilmaz A. war Fahrer eines Lastwagens, der neun Tage vor dem Zwischenfall in Österreich in Sachsen von der Polizei entdeckt wurde. «Darin wurden 81 Flüchtlinge transportiert», wie Dieter Romann, Präsident der Bundespolizei, in der Dokumentation sagt. Die Bande war demnach für rund 30 Schlepperfahrten verantwortlich, allein 13 davon seien nach oder durch Deutschland gegangen.

Laut dem Schlepper A., der für gewerbsmäßiges Schleusen zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt wurde, hatte die Bande zunächst Lastwagen mit Planen benutzt, sei dann aber auf geschlossene Transporter umgestiegen, weil die Flüchtlinge die Planen zerschnitten hatten. Während seiner Fahrt nach Sachsen schlugen die eingepferchten Flüchtlinge gegen die Wände des LKW. «Als ich das Klopfen hörte, habe ich sofort meinen Chef angerufen. Der hat gesagt, dass ich die Fahrt fortsetzen solle», erzählt der Mann.

(L'essentiel/ofi)

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