Behandlungskosten – 815 Menschen konnten sich keinen Arzt leisten

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Behandlungskosten815 Menschen konnten sich keinen Arzt leisten

LUXEMBURG – 815 Personen haben im vergangenen Jahr die kostenlosen Dienste der «Médecins du monde» in Anspruch genommen. Nun wird der freie Zugang für alle diskutiert.

815 Personen haben im vergangenen Jahr die kostenlosen Dienste der Médecins du monde Luxembourg (MdM) in Anspruch genommen.

815 Personen haben im vergangenen Jahr die kostenlosen Dienste der Médecins du monde Luxembourg (MdM) in Anspruch genommen.

L'essentiel

Im vergangenen Jahr hatten mindestens 815 Menschen keinen Zugang zur Gesundheitsversorgung über die nationale Gesundheitskasse (CNS). Um sich behandeln zu lassen, haben sie die kostenlosen Dienste der ehrenamtlichen Ärzte von Médecins du Monde Luxembourg (MdM) in Anspruch genommen – insgesamt 2.358 Mal.

«Aber wie viele Menschen sind krank und haben sich nicht behandeln lassen? Und wie viele Menschen waren nicht krank und sind auch nicht bei der CNS gemeldet?«, hatte sich der sozialdemokratische Abgeordnete Yves Cruchten gefragt. Am Dienstag Nachmittag nun wird dieses Thema in der Chamber von den Abgeordneten ausgiebig diskutiert.

Die Antworten des Ministers für soziale Sicherheit, Romain Schneider, werden daher mit Spannung erwartet: Kann ein Weg gefunden werden, der jedem Menschen freien Zugang zu zumindest einer Grundversorgung bietet? «Die heutige Situation ist für ein Land wie Luxemburg inakzeptabel. Wir führen jährlich etwa 2.000 Konsultationen durch. Das entspricht knapp 100.000 Euro pro Jahr. Das ist für die CNS unerheblich», sagt Bernard Thill, Vizepräsident von Médecins du Monde.

Die Einzahlenden nicht benachteiligen

«Zu klären ist, wie sichergestellt werden kann, dass diese Menschen von der CNS erfasst werden, ohne diejenigen zu benachteiligen, die Beiträge zahlen. Es muss ein Weg gefunden werden, alle zusammenzubringen, vielleicht über den Solidaritätsfonds», sagt Carlos Pereira, Mitglied des CNS-Verwaltungsrates.

In Frankreich und Belgien gibt es seit Jahren ein allgemeines medizinisches Assistenzsystem. Wird sich das auch in Luxemburg durchsetzen?

(Patrick Théry/L'essentiel)

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