Riesa/Sachsen: 88-Jährige in Keller eingemauert – Sohn (62) steht unter Mordverdacht

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Riesa/Sachsen88-Jährige in Keller eingemauert – Sohn (62) steht unter Mordverdacht

Als ein Mann wegen eines Unfalls ins Krankenhaus musste, kam den Rettungskräften wegen seines Verhaltens in dessen Haus etwas seltsam vor. Die Kripo ermittelte – und fand schließlich den Leichnam seiner 88-jährigen Mutter eingemauert im Keller vor.

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Die Leiche der Frau wurde im Keller eines Hauses in Riesa entdeckt.

Die Leiche der Frau wurde im Keller eines Hauses in Riesa entdeckt.

Wikipedia/ Wolkenkratzer

Eine 88-Jährige ist in einem Wohnhaus im sächsischen Riesa eingemauert worden. Die Leiche der Frau wurde bereits am Wochenende im Keller gefunden, nachdem ihr 62-jähriger Sohn am Mittwoch vergangener Woche schwer in dem Haus gestürzt war und in ein Krankenhaus kam, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Dresden am Freitag mitteilten. Wie die «Sächsische Zeitung» berichtet, hatte der Mann die Rettungskräfte wegschicken wollen, was ihnen verdächtig vorkam. Danach nahmen Kripo-Beamte das Haus unter die Lupe. Anwohner hatten später Bohrhammer-Geräusche aus dem Einfamilienhaus gehört, da hatten Ermittler den Leichnam offenbar gerade freigelegt.

Gegen den Mann, der mit seiner Mutter zusammenlebte, wird demnach wegen des Anfangsverdachts eines vorsätzlichen Tötungsdelikts ermittelt. Den Vorwurf, die 88-Jährige vor etwa sechs bis zwölf Monaten getötet zu haben, habe die rechtsmedizinische Untersuchung allerdings nicht untermauert.

Gegen den Mann bestehe derzeit kein dringender Tatverdacht, so dass auch kein Haftbefehl beantragt worden sei. Allerdings werden laut Staatsanwaltschaft weitere Spuren und Beweismittel ausgewertet. Die Ermittlungen würden noch einige Zeit andauern. 

(AFP/trx)

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