Europäischer Rechnungshof – 90 Prozent halten die Institution für nützlich

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Europäischer Rechnungshof90 Prozent halten die Institution für nützlich

LUXEMBURG - Der Europäische Rechnungshof (EuRH) hat am Mittwoch seine Arbeit aus dem Jahr 2013 vorgestellt und eine positive Bilanz gezogen.

Henri Grethen, luxemburgische Mitglied des Europäischen Rechnungshofs: «Die Ausgaben der Europäischen Union sollen einen sichtbaren Mehrwert für Europa und die Bürger haben.»

Henri Grethen, luxemburgische Mitglied des Europäischen Rechnungshofs: «Die Ausgaben der Europäischen Union sollen einen sichtbaren Mehrwert für Europa und die Bürger haben.»

AFP

«Es ist wichtig, dass die Ausgaben der Europäischen Union einen sichtbaren Mehrwert für Europa und die Bürger haben», erklärte am Mittwochmittag Vítor Manuel da Silva Caldeira, Präsident des Europäischen Rechnungshofs (EuRH), anlässlich der Veröffentlichung des Tätigkeitsberichts der Institution für das vergangene Jahr.

Die Arbeit des EuRH betrifft zwar in erster Linie Mittel, für die die Kommission verantwortlich ist, in der Praxis werden aber 80 Prozent dieser Einnahmen und Ausgaben von nationalen Behörden verwaltet. Insgesamt 6'600 Tage waren die Mitarbeiter 2013 deshalb bei Institutionen und Organisationen für Kontrollen vor Ort - 540 Tage davon in Drittstaaten, in die Mittel der EU flossen. 117 Berichte wurden dazu verfasst.

EuRH: 133 Millionen Euro für 2014

Dass sich die Arbeit auszahle, belegten die Zahlen, so Caldeira. Von den im Jahr 2010 vom Hof ausgesprochenen Empfehlungen seien 84 Prozent umgesetzt worden - von denen aus dem Jahr 2013 «jetzt schon» 36 Prozent. Darüber hinaus habe eine Umfrage unter den evaluierten Organisationen im Jahr 2013 ergeben, dass diese zu 90 Prozent die Kontrolle durch den Rechnungshof für sinnvoll erachten. «Wir achten darauf, dass die Projekte nützlich sind. Das Geld des europäischen Steuerzahlers darf nicht verschwendet werden», erklärt Henri Grethen, Ex-Wirtschaftsminister und luxemburgisches Mitglied des Rechnungshofs.

Der EuRH - 1975 gegründet und mit Sitz in Luxemburg - beschäftigt derzeit 899 Menschen, durch die Erweiterung um Kroatien sind 2013 zwölf neue Mitarbeiter hinzugestoßen. 2014 beträgt der Haushalt des Rechnungshofs 133 Millionen Euro, das macht etwa 0,1 Prozent des EU-Gesamthaushalts. Das sind zehn Millionen weniger als im Vorjahr, was sich durch die Fertigstellung des Umbaus auf dem Kirchberg erklärt.

(pw/L'essentiel)

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