Luxemburg: 97 Personen sind im Haus des Großherzogs beschäftigt

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Luxemburg97 Personen sind im Haus des Großherzogs beschäftigt

LUXEMBURG - Das Haus des Großherzogs, das 2020 gegründet wurde, hat am Donnerstag seinen ersten Tätigkeitsbericht veröffentlicht. Darin gehen die Autoren detailliert auf die Ausgaben ein.

Ein Gruppenfoto vom Personal des Hauses des Großherzogs.

Ein Gruppenfoto vom Personal des Hauses des Großherzogs.

Maison du Grand-Duc

Zum Stichtag am 31. Dezember 2021 betrug die Anzahl der im Haus des Großherzogs eingetragenen Mitarbeiter 97 Personen. Sie machten den größten Teil der Ausgaben der Instanz aus. Dies berichtet das Maison du Grand-Duc in seinem Tätigkeitsbericht 2021. Die Instanz wurde 2020 im Anschluss an die Veröffentlichung des Waringo-Berichts eingerichtet. Ihr Ziel ist es, Großherzog Henri bei der Ausübung seiner Funktion als Staatsoberhaupt die notwendige administrative und logistische Unterstützung zu bieten.

Das Haus des Großherzogs beschäftigt Personal im Sekretariat, Diener und Dienerinnen, Fahrer und Fahrerinnen, im Bereich der Grünanlagen und in der Küche. Hinzu kommen 53 Personen, die indirekt für das Haus arbeiten, wie zum Beispiel Angehörige der Polizei oder der Armee. Im Jahr 2021 beliefen sich die Personalausgaben des Hauses des Großherzogs auf 8,8 Millionen Euro bei einem Gesamthaushalt von 18,9 Millionen Euro. Die Personalkosten für Hof-Angestellte aus anderen Verwaltungen – Polizei, Armee, Verwaltung der öffentlichen Gebäude, Staatsministerium, CTIE, Ponts et Chaussées – werden von ihren jeweiligen Behörden getragen. Sie beliefen sich auf rund 4 Millionen Euro. Damit machten die Kosten für das Personal insgesamt 68 Prozent des Haushaltes aus.

Pandemie drückt die Kosten

Im vergangenen Jahr verschlangen Renovierungs- und größere Instandhaltungsarbeiten 13 Prozent des Etats – der zweitgrößte Ausgabenposten des Hauses des Großherzogs. Die Arbeiten wurden Schloss Berg (305.907 Euro), am Großherzoglichen Palast (154.708 Euro) und am Schloss Fischbach (90.020 Euro) durchgeführt.

Danach folgen die Betriebskosten (9 Prozent des Haushalts), die kleinere Instandhaltungsarbeiten an den Gebäuden, die Betriebs- und Verwaltungskosten sowie den Fuhrpark und die Straßenkosten umfassten. Darüber hinaus beliefen sich die Kosten für die repräsentativen Tätigkeiten des Hauses auf 3 Prozent des Haushalts, was 680.000 Euro entspricht. Davon entfielen 480.000 Euro auf Großherzog Henri und 200.000 Euro auf Erbgroßherzog Guillaume.

Die Kosten für Veranstaltungen des öffentlichen Lebens (3 Prozent des Haushalts) fielen im Jahr 2021 aufgrund der Coronapandemie kleiner aus. «Die traditionellen Abendessen und Empfänge sowie die Feierlichkeiten im Zusammenhang mit dem Nationalfeiertag fanden nicht statt», heißt es in dem Bericht. Staatsbesuche, sowohl in Luxemburg als auch im Ausland, seien ebenfalls nicht durchgeführt worden. Daher waren nur einige wenige offizielle oder öffentliche Veranstaltungen mit Kosten verbunden. Eigentlich waren 3 Prozent des Gesamthaushalts dafür vorgesehen, letztendlich aber lediglich 12.400 Euro für den Posten ausgegeben worden.

(ol/L'essentiel)

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