Regionales Geld – Ab 1. Januar wird in Redingen mit Beki bezahlt
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Regionales GeldAb 1. Januar wird in Redingen mit Beki bezahlt

KANTON REDINGEN - In ein paar Tagen ist es soweit: Dann hat Luxemburg eine zweite «Währung». In 120 Geschäften im Kanton Redingen wird ab 2013 mit Beki bezahlt.

Max Hilbert hat die Einführung der Regionalwährung vorbereitet.

Max Hilbert hat die Einführung der Regionalwährung vorbereitet.

L'essentiel

«Gut 40 Privatleute und 120 Geschäfte sind schon Mitglied der ASBL de Kär. Sie bekommen am 1. Januar ihre ersten Beki», erklärt Max Hilbert. Er leitet das Projekt Regionalwährung im Kanton Redingen. Mitglieder zahlen dafür 10 Euro Jahresbeitrag, Studenten und Schüler 5 Euro, Geschäfte 100 Euro und Vereine 25 Euro.

Das Regionalgeld soll die Wirtschaft im Kanton Redingen ankurbeln. Jeder kann es erwerben, aber ausgegeben werden kann es nur in den zehn Gemeinden des Kantons mit seinen 16 000 Einwohnern. Euros gegen Bekis wechseln oder das neue Geld abheben können Kunden in neun Bankfilialen von vier Banken (Raiffeisen, Spuerkeess, BIL und BGL). Ein Beki hat den Wert eines Euros. «Dann ist das Umrechnen leichter», meint Max Hilbert. Den Beki gibt es in Scheinen im Wert von einem, zwei, fünf, zehn, 20 und 50 Beki. Cent-Beträge können dann in Euro bezahlt werden. «Juristisch gesehen ist der Beki ein Einkaufs-Gutschein», so Hilbert.

Zum ersten Januar werden 28000 Beki-Scheine im Wert von 200 000 Euro gedruckt. Der Beki sieht aber nicht aus wie Monopoly-Geld: Die Scheine mussten gegen Fälschung geschützt werden: «Sie sind nur drei Jahre gültig, sie haben Wasserzeichen, einen Sicherheitsstreifen und eine willkürlich ausgewählte Seriennummer.»
Am 1. Januar können die Redinger dann ihre ersten Brötchen mit dem neuen Geld bezahlen, wenn sie denn ein offenes Geschäft finden…

(L'essentiel Online/Chloé Murat)

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