Nach Einspruch: Suff-Fahrt auf E-Scooter kostet «About You»-Millionär 80.000 Euro

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Nach EinspruchSuff-Fahrt auf E-Scooter kostet «About You»-Millionär 80.000 Euro

Ursprünglich hätte Tarek Müllers Strafe nur 1500 Euro betragen sollen. Doch nachdem der About-You-Geschäftsführer Einspruch erhob, wurde sein Tagessatz neu berechnet. 

von
Dominik Fischer
Mit dem Internet-Handel «About You» wurde Tarek Müller zum Multimillionär. Der Einspruch gegen eine Geldbuße kam ihn nun teuer zu stehen.

Mit dem Internet-Handel «About You» wurde Tarek Müller zum Multimillionär. Der Einspruch gegen eine Geldbuße kam ihn nun teuer zu stehen.

imago images/Andre Lenthe

Der «About-You»-Millionär Tarek Müller hat mit einer Einsprache gegen eine Geldstrafe ein Eigentor geschossen: Weil er im letzten November betrunken mit einem E-Scooter durch den Hamburger Stadtteil St. Pauli gedüst war, wurde er zu einer Geldstrafe von 1500 Euro verdonnert. 1,3 Promille ergab der Alkoholtest bei dem 33-Jährigen, wie der «Focus» berichtet.

Geldstrafe «muss spürbar sein»

Doch: Müller beließ es nicht dabei, sondern erhob  Einspruch gegen die Strafe – sehr zu seinem eigenen Nachteil, wie sich vor Gericht herausstellte. Dort wurde das Einkommen und Vermögen des Multimillionärs neu überprüft und somit der Tagessatz angepasst. Statt 30 Tagessätze à 50 Euro bezahlen zu müssen, wurde sein Tagessatz auf 2670 Euro berechnet – was zu einer neuen Gesamtstrafe von 80.100 Euro.

Wie die «Bild» berichtet, sagte die Richterin: «Würde ich Herrn Müller mit 300 Euro bestrafen, würde er es gar nicht merken. Es ist im Sinne der sozialen Gerechtigkeit. Er soll so getroffen werden wie jeder normale Arbeitnehmer. Es muss spürbar sein.»

Fährst du selbst E-Scooter?

Noch immer ist die Strafe für Müller jedoch verschmerzbar. Laut «Bild» ist seine Beteiligung an dem Internet-Händler «About You» 40 Millionen Euro wert, im letzten Jahr soll er in Hamburg eine Zwölf-Millionen-Villa mit acht Bädern und einem privaten Tennisplatz erworben haben. Mit der Geldzahlung ist es aber noch nicht getan. Auch auf seinen Führerschein muss der 33-Jährige nach dem Verfahren für drei Monate verzichten. 

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