4,4 Milliarden Euro: Abramowitsch-Trick? Chelsea-Verkauf an Hansjörg Wyss wackelt plötzlich

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4,4 Milliarden EuroAbramowitsch-Trick? Chelsea-Verkauf an Hansjörg Wyss wackelt plötzlich

Platzt der Verkauf von Chelsea noch auf den letzten Metern? Die Verhandlungen stocken, Roman Abramowitsch wird Trickserei vorgeworfen. 

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Roman Abramowitsch muss eigentlich Chelsea verkaufen. 

Roman Abramowitsch muss eigentlich Chelsea verkaufen. 

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Doch die Verhandlungen stocken. 

Doch die Verhandlungen stocken. 

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Der Schweizer Multimilliardär Hansjörg Wyss (86) könnte zum neuen Eigentümer des Premier-League-Clubs Chelsea werden.

Der Schweizer Multimilliardär Hansjörg Wyss (86) könnte zum neuen Eigentümer des Premier-League-Clubs Chelsea werden.

Tamedia AG

Am vergangenen Freitag meldeten englische Medien, Russen-Oligarch Abramowitsch habe bereits einen Käufer für Chelsea gefunden. Ein Konsortium rund um den Schweizer Hansjörg Wyss soll den Zuschlag erhalten haben und 4,4 Milliarden Euro für Chelsea bieten. Das kolportierte fünf Milliarden Euro schwere Offert von Jim Ratcliffe, dem reichsten Briten und Ineos-Besitzer, soll demnach zu spät eingetroffen sein. 

Doch nun könnte der Milliarden-Deal doch noch platzen, vermeldeten der «Guardian» und die «Times» am Dienstagabend übereinstimmend. Der Grund soll ausgerechnet Noch-Besitzer Abramowitsch sein. Denn die britische Regierung vermutet einen Trick des Russen. Schließlich darf der 55-Jährige nicht vom Verkauf des Vereins profitieren. Das Geld soll an eine Stiftung für karitative Zwecke gehen. 

Abramowitsch verlangt Geld zurück

Denn das Vermögen des Oligarchen ist in Großbritannien eingefroren. Deshalb droht auch Chelsea das Aus, sollte der Verein nicht verkauft werden. Die Blues dürfen den Spielbetrieb nur dank einer Sondergenehmigung aufrechterhalten, aktuell keine Spieler verpflichten oder Transfers tätigen. Die britische Regierung will sicherstellen, dass Abramowitsch am Verkauf nicht partizipiert.

Nun würden allerdings Zweifel bestehen, dass der milliardenschwere Oligarch sein Versprechen, auf Kreditrückzahlungen durch den Verein zu verzichten, nicht einhalten könnte. Demnach sollen die Verbindlichkeiten bei umgerechnet 1,9 Milliarden Euro liegen. Dieses Darlehen soll nun doch zurückgezahlt werden.  

Entscheidung bis Ende Mai

Chelsea soll bei den Verhandlungen in den letzten Tagen der britischen Regierung vorgeschlagen haben, die Verkaufsmodalitäten zu ändern. Die Schulden des Chelsea-Mutterkonzerns Fordstam Ltd. sollen an die Firma Camberley International Investments abgelöst werden. Zu diesem Unternehmen soll Abramowitsch – oder zumindest seine Familie – Kontakte pflegen. Deshalb vermutet die britische Regierung einen Trick des Oligarchen. 

Nun drängt die Zeit jedenfalls. Denn Chelseas Sonderlizenz läuft am 31. Mai ab. Sollte der Klub bis dahin nicht verkauft sein, droht das Aus.

(L´essentiel/heute.at/fss)

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