In Luxemburg – Abschlussprüfungen steht nichts im Wege

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In LuxemburgAbschlussprüfungen steht nichts im Wege

LUXEMBURG - Der Zwist zwischen Lehrern und Bildungsministerium zieht sich schon seit Monaten hin. Doch nun scheint sich ein Kompromiss abzuzeichnen.

Die Abschlussprüfungen sollen wie geplant stattfinden.

Die Abschlussprüfungen sollen wie geplant stattfinden.

Noch eine Woche, bis sich Lehrer und Bildungsministerium nach langem Streit wieder zu einer neuen Vermittlungssitzung treffen. Allerdings zeigt sich das Syndikat Erziehung und Wissenschaft (SEW) der OGBL diesmal gelassen. Auch bezüglich des reibungslosen Ablaufes der Abschlussprüfungen. Dabei schienen doch die Prüfungen während des monatelang schwelenden Konflikts bedroht. «Schüler und Eltern müssen nicht befürchten, dass die Examen nicht korrigiert werden. Die Lage in den Schulen ist ruhig», sagte Jules Barthel, Vizepräsident der SEW-OGBL gegenüber L'essentiel.

Bezüglich eines Übereinkommens der beiden Streitparteien ist die Gewerkschaft noch zurückhaltend. Doch sie hat gemeinsame Punkte der beiden Seiten erkannt. Bildungsminister Claude Meisch (DP) wäre offen für die Abschaffung der dreifachen Korrektur der Prüfungsarbeiten. Diese würden dann nur noch von zwei Lehrern koorigiert werden, was die Unterrichtszeit um eine oder zwei Wochen verlängern könnte. Dies und die Streichung der Doppel-Korrektur von Hausaufgaben während des Schuljahres könnten «eine Million Euro pro Jahr sparen», so die SEW-OGBL.

Streitpunkt Stundenentlastung

Weiterer Punkt des Zwists zwischen Lehrern und Ministerium war eine geringere Bezahlung für Lehrer, die Prüfungen abnehmen. Dies scheint nun nicht mehr relevant zu sein. Doch bei der Stundenentlastung in Abhängigkeit vom Dienstalter lässt das Ministerium nicht mit sich verhandeln. Eine Blockade, die schwer zu umgehen scheint.

«Wir wollen das nationale Bildungssystem ​​reformieren. Doch der Minister will Arbeitszeit sparen, um am Ende weniger Lehrer einzustellen», beklagt Jules Barthel. Auf den Hinweis, dass das Bildungsministerium den Inhalt der Verhandlungen nicht kommentiert hat, bemerkt Barthel, dass «verschiedene Möglichkeiten in Betracht gezogen werden».

(Thomas Holzer/L'essentiel)

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